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Hausmittel gegen spröde und trockene Haare

Viele Menschen leiden heutzutage unter trockenem und leicht brüchigem Haar. Eine Reihe von äußeren Einflüssen und ernährungsbedingten Faktoren sind ausschlaggebend für diesen Zustand. Die Ursachen dafür zu erkennen ist eine wichtige Vorausssetzung, um die Lösung des Problems optimal anzugehen.

Strapaziertes Haar – Auslöser und Folgen

Unsere Kopfhaut und Haare werden tagtäglich übermäßig belastet. Nicht nur sind sie ständig allen Witterungsbedingungen wie Frost, Regen und starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt, sondern gezielt ausgeübte mechanische und chemische Einwirkungen durch moderne Frisierpraktiken tragen in hohem Maße zur Verschlimmerung dieses Problems zu. Zu viel und zu oft gefärbtes Haar, Dauerwellen und vor allem das Haarglätten und heiße Föhnen haben negative Auswirkungen auf die elementare Haarstruktur, die beeinträchtigt wird und gleichzeitig die natürliche Elastizität des Haares geschwächt.

Trockene Haare

Trockene Haare ©iStockphoto/Deagreez

Diese negativen Faktoren tragen infolgedessen dazu bei, dass eine verminderte Produktion von Talg einsetzt. Die Konsequenz ist eine viel zu trockene Kopfhaut aufgrund der fehlenden Fette, die für die notwendige Feuchtigkeit des Haares und für seinen Glanz sorgen. Die ursprüngliche Schutzschicht des Haares geht verloren, und mit ihr sein dynamisches Aussehen. Das Haar verliert seine natürliche Reflexionsfähigkeit, es wird spröde und seine ursprüngliche Spannkraft und Vitalität geraten außer Balance. Stumpfes, splissiges Haar lässt sich nur schwer bändigen und in die gewünschte Form bringen. Einerseits ist dies insbesondere für Frauen ein offensichtliches Problem, denn gesundes, gut gestyltes Haar ist kleidsam und verleiht Charm und Attraktivität, andererseits kann sich sprödes, brüchiges Haar auf die Dauer nachteilig auf die Gesundheit auswirken.

Bewährte Hausmittel zur Regenerierung von brüchigem Haar

Was kann getan werden, um hierfür umgehend Abhilfe zu schaffen? Zahlreiche im Handel erhältliche Produkte zur Haarpflege versprechen sofortige Regenerierung, den unmittelbaren Aufbau der Haarstruktur und eine Wiederherstellung des attraktiven Erscheinungsbildes des Haares. Sehr oft enthalten diese Haarpflegemittel jedoch Inhaltsstoffe, die erneut nicht nur die Struktur, sondern auch die natürlichen Feuchtigkeitsregulierungsprozesse des Haares und der Kopfhaut unterbinden. Es gehört zu den Grundregeln, sich vor dem Kauf von Shampoos und Weichspülern mit den Produktinformationen auf den Etiketten vertraut zu machen.

Wie sollte das angegriffene Haar richtig gepflegt werden? Hier kommen alternative Hausmittel zum Einsatz, die sich traditionell zur Wiederherstellung von strukturgeschädigtem Haar bewährt haben und auch vorbeugend zur Optimierung der Kopfhaut sowie der Spannkraft und Elastizität des Haares angewandt werden sollten. Außerdem sind selbstgefertigte natürliche Hausmittel besonders umweltschonende und nachhaltige Methoden der Haarpflege.

1. Haarpflege beginnt von innen – mit einer ausgeglichenen Ernährung

Zweifellos ist eine gezielt gesundes Ernährungskonzept das fundamentale Hausmittel, um Haar und Kopfhaut mit den essentiellen Nährstoffen und Mineralien zu versorgen, die ein dynamisches Haarwachstum gewährleisten. Sprödes, brüchiges Haar und trockene Kopfhaut können außerdem Zeichen eines akuten Mangels an hochwertigen Mineralstoffen und Spurenelementen sein, der durch eine unausgegliche Ernährung oder intensive Diätphasen hervorgerufen werden kann. Welche Nähstoffe fördern demnach vitale Haarwurzeln und geschmeidiges Haar?

Karotten und Paprika, Fisch und Fischöl sowie Milchprodukte sind hervorragende Lieferanten von Vitamin A, dem Retinol, das den Haarwuchs anregt und für glänzendes, vitales Haar sorgt. Die Gruppe der Vitamine B, Vitamin C, Eisen, Zink und Kupfer sowie Proteine sind wertvolle Komponenten, die unentbehrlich zur Regenerierung von Haar und Kopfhaut sind. Das Haar erhält seine Nährstoffe und ausreichend Feuchtigkeit hauptsächlich über eine ausgeglichene Ernährung, die eine reichliche Wasserzufuhr natürlich einbezieht.

2. Was sollte man NICHT tun

Es ist eine gute Idee, auf das tägliche Haarewaschen zu verzichten. Zwei bis drei wöchentliche Haarspülungen sollten nicht überschritten werden, da ansonsten das Haar übermäßig strapaziert wird. Auch die Haarwäsche mit heißem Wasser greift die Haarstruktur an und trocknet die Kopfhaut aus. Haarwäsche und Spülungen mit lauwarmen oder kalten Wasser sind definitiv haarschonender und unterstützen im Anschluss das Frisieren.

Von Haarpflegemitteln, die Silikone, Sulfate oder Alkohol enthalten, sollte unter allen Umständen abgesehen werden. Besonders Silikone behindern den Prozess der Feuchtigkeitsaufnahme durch die Haarzellen, während Sulfate in Shampoos zwar durch ihre schäumende, gut reinigende Wirkung den Eindruck der gründlichen Säuberung hinterlassen, letztendlich jedoch einen stark schädigenden Einfluss auf den Lipidbelag der Kopfhaut ausüben können. Auch Alkohol als Inhaltstoff von Shampoos und Conditioners ist bekannt für seinen intensiv dehydrierenden Effekt und sollte nicht für Behandlungen von trockenem und sprödem Haar hinzugezogen werden.

Es ist ratsam, frisch gewaschenes Haar niemals trocken zu rubbeln, sondern es mit einem gut absorbierenden Handtuch sanft zu trocknen. Auf diese Weise wird die Haarstruktur geschont und ein natürlicher Trockenprozess unterstützt.

Das häufige Hitze Styling greift das Haar an und hat nachteilige Auswirkungen auf den Feuchtigkeitshaushalt von Kopfhaut und Haarwurzeln. Besonders heiße Lockenstäbe und Glätteisen sowie die viel zu warme Föhnluft richten dabei unmittelbare Dauerschäden an der Struktur des Haares an.

3. Alternative Vorschläge – einfach angewandt

Als eine gute Alternative zum Hitze Styling lohnt es sich, aufbauende und pflegende Optionen wie das kontinuierliche Bürsten von nassem Haar, bis dieses fast trocken ist. Die Zugabe von Ölen, wie das für eine perfekte Haarpflege unverzichtbare Arganöl, verhilft dem Haar zu seinem seidigen Look, einer natürlichen Elastizität und Balance. Längeres Haar kann zum Trocknen partienweise um den Kopf und anschließend in einen Turban gewickelt werden. Bürsten aus Naturborsten und breitzinkigen Kämmen sollte definitiv den Vorrang gegeben werden, um das Haar so sanft wie möglich zu entwirren und die Fette der Kopfhaut (Talg) der Haarlänge entlang gleichmäßig auszubreiten.

4. Der klassische Lockenwickler

Locken verleihen Charm und Attraktivität. Ob eine perfekt ausgerichtete Lockenpracht oder vorteilhaft gelegte Wellen, mit dem guten, alten Lockenwickler lassen sich selbst unbändige Haare sicher und zuverlässig legen. Ohne mechanische oder chemische Einwirkungen, die haarschädigenden Folgen verursachen. Kunststoff Lockenwickler sind besonders glättend. Auch hier sollte vor dem Haaraufwickeln ein zuverlässiges Haaröl (Mandel-, Jojoba- oder Arganöl) als Styling Finish aufgetragen werden, das nicht ausgespült werden muss und als zusätzliche leave-in Therapie wahre Wunder bewirken kann.

5. Kostbare Haaröle

Trockenes Haar lässt sich hervorragend mit Hilfe von qualitativ hochwertigen Haarölen bekämpfen. Sie können sowohl auf das nasse Haar aufgetragen, als auch im Trockenzustand dem Haar zugesetzt werden. Binnen kürzester Zeit verwandelt sich trockenes, sprödes Haar in eine samtweiche, glänzende Haarpracht. Nicht nur umhüllen diese Öle die Haare als eine wirkungsvolle Schutzschicht, sondern sie unterstützen gleichzeitig den Feuchtigkeitshaushalt der Kopfhaut und tragen zu einer guten Kämmbarkeit des Haares bei.

Wertvolle Haaröle, wie die erlesenen Argan-, Mandel-, Kokos- und Olivenöle sowie das kostbare Rizinusöl enthalten einzigartige Pflege- und Heilstoffe, die nicht nur das trockene, brüchige Haar aufbauen, besänftigen und stärken, sondern ihm zusätzlich seine brilliante Spannkraft und Vitalität wiedergeben. Diese auf reinen Pflanzenextrakten beruhenden Haaröle können zu erschwinglichen Preisen erstanden werden und sind in der Lage, bereits in geringen Mengen dem spröden, unbändigen Haar seine Elastizität und Spannkraft zurückgeben.

5. Das Haar richtig kämmen

Haar sollte gekämmt werden. Vor allem nasses Haar ist bruchanfällig, deshalb ist der Einsatz von Haarbürsten im nassen Zustand nicht zu empfehlen. Es ist ratsam, mit qualitativ hochwertigen Kämmen und etwas Haaröl feuchte Haare sanft und pflegend durchzukämmen.

6. Smarte Seidenhauben über Nacht

Auch während der Schlafphases ist vor allem längeres, offenes Haar nicht geringeren Strapazen ausgesetzt, wenn es unter Schultern und Rücken gerät, zerknittert und unkontrolliert durch das eigene Körpergewicht und Schlafpositionen belastet wird. Hier kommen Seidenhauben für den Nachtschlaf ins Spiel. Auf intelligente Weise wird das Haar unter den angenehm zu tragenden, seichten Schlafhauben aus Satin oder Seide befestigt. Das Haar wird geschont und der Schlaf nicht gestört. Zweifellos sind die seidenen Sclafkäppchen die ideale Lösung zum Schutz des Haares während des Nachtschlafes, auch wenn selbst die luxuriösesten Nachthauben einen offensichtlichen Mangel an verführerischen Kräften demonstrieren.

7. Satin- und Seidenkissen

Genial mit Seiden- oder Satinkissen gegen allmorgendlich aufgeladenes, zerzaustes Haar angehen. Im Gegensatz zu feuchtigkeitsabsorbierenden Baumwoll- oder Leinenkissenbezügen verfügen hautfreundliche Materialien wie Satin und Naturseide über eine äußerst glatte Oberfläche, die auch beim längeren Liegen und Herumwälzen glatt bleiben und dadurch Gesichtshaut und Haar während des Schlafes sanft und seidig umschmiegen. Somit behält das Haar seinen optimalen Feuchtigkeitsgrad bei, die Haarstruktur wird nicht belastet und Spliss, Brüchigkeit sowie übermäßig zerzauste Haare werden effizient verhindert.

8. Haarkuren selber gemacht

Für eine umgehende Regenerierung von Haar und Kopfhaut sollte die vorteilhafte Kombination aus den kostbaren Nährstoffen, die Honig, Jogurt und Eier zu bieten haben, ausprobiert werden. Hierfür werden zwei rohe Eier gut verrührt und mit je einem Teelöffel Jogurt und Honig vermengt. Die Haarmaske wird anschließend gleichmäßig auf das Haar verteilt und nach etwa 30 Minuten mit kalten oder lauwarmen Wasser ausgespült. Der Effekt ist einmalig. Der Feuchtigkeitshaushalt des Haares wird substantiell unterstützt, das Haar gewinnt an Elastizität und Spannkraft und die Haarfarbe wird optimal gefördert.

Der altbewährte Apfelessig als effektive Haarkur gewährleistet eine hervorragende Behandlungsmöglichkeit gegen sprödes und stumpfes Haar. Die Zusammensetzung ist denkbar einfach: 2 Löffel Olivenöl und 3 Eiweiss vermengt mit einem Löffel Apfelessig werden sanft in das Haar eingerieben und abgedeckt. Nach etwa 30 bis 60 Minuten mit einem milden Haarwaschmittel lauwarm auswaschen, spülen und lufttrocknen. Das Haar glänzt und fühlt sich eindeutig frischer und seichter an.

Die wunderbaren Pflegekräfte der Aloe Vera Pflanze sind besonders wirkungsvoll im Einsatz gegen spröde und trockene Haare. Ein gezielte Behandlung mit Aloe Vera verspricht eine optimale Reparatur geschädigter Haarzellen und die Wiederherstellung der Feuchtigkeitsbalance. Die aus 4 Teelöffeln Aloe Vera, 3 Teelöffeln Jogurt und 2 Teelöffeln Mandelöl bestehende homogene Mischung wird sanft auf das Haar aufgetragen und ruht für etwa 30 Minuten, bevor die kostbaren Substanzen mit einem milden Naturshampoo und lauwarmen Wasser ausgespült werden. Geschmeidiges, glänzendes Haar und ein normalisiertes Feuchtigkeitsaufnahmevermögen sind das Ergebnis dieser effektiven Haarbehandlung.

Eine exklusive Haarmaske, erzeugt aus hochwertigem Sandelholzöl und vermengt mit etwas Jojobaöl, wird mit den Fingern sanft auf die Haarspitzen aufgetragen und braucht nicht ausgespült zu werden. Es schützt die Haarfarbe, verhindert effektiv die Bildung von Haarbruch und bietet ein exzellentes Finishing für stylisiertes Haar.

9. Monokomponentenkuren

Olivenöl ist für seine wertvollen pflegenden und aufbauenden Eigenschaften bekannt. Kopfhaut und Haarsträhnen werden mit einer kleinen Menge reines Olivenöl, dass vorher leicht erwärmt worden ist (maximal 36 °C), sanft behandelt. Nach ein bis zwei Stunden auswaschen und für optimale Wirkung das Haar am besten an der Luft trocknen lassen. Eine wunderbare, einfache Methode, um dem Haar ausreichend Feuchtigkeit und Glanz zurückzuführen.

Eine weitere super schnelle und unkomplizierte Lösung bietet reine Milchbutter. Dabei sollte in das trockene, spröde Haar und auf die Kopfhaut etwas Butter einmassiert werden. Gut abgedeckt für etwa 30 Minuten einwirken lassen. Im Anschluss muss das Haar mit einem milden Haarwaschmittel normal gewaschen, gespült und optimal luftgetrocknet werden. Das Ergebnis ist überwältigend!

10. Die Powerwirkstoffe der Karitefrucht: Sheabutter

Trockenes, stark strapaziertes Haar wird durch eine Behandlung mit Sheabutter wiederbelebt und gekräftigt. Sheabutter ist besonders reich an hochwertigen Nährstoffen und starken Antioxydanten und versorgt Haar und Kopfhaut mit einer wirkungsvollen Schutzschicht. Selbstgefertigte Haarkuren sollten vorzugsweise mit unraffinierter Sheabutter zusammengestellt werden, um das kostbare Beta Karotin zu erhalten.

Die Sheabutter-Arganöl Haarkur lässt sich völlig unkompliziert und in kürzester Zeit herstellen. Für diese Haarkur werden jeweils eine halbe Tasse weiche, unraffinierte Sheabutter und die gleiche Menge Arganöl benötigt. Optional können für zusätzliche Duftnoten einige Tropfen Aromaöle hinzugegeben werden. Sheabutter und Arganöl zu einer homogenen Masse vermengen, die anschließend entweder sofort aufgetragen oder an einem kühlen Platz gelagert wird. Die Haarkur kann nach einer halben Stunde mit lauwarmen Wasser und dann mit einem milden Naturshampoo zweimal gründlich ausgewaschen werden. Diese hoch wirksame Haarkur wird auch bevorzugt als leave-in Haarmaske über Nacht eingesetzt. Sie stellt die natürliche Balance der Kopfhaut wieder her und gibt dem Haar Glanz, Spannkraft und revitalisierende Dynamik.

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