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Hausmittel gegen Fußpilz

Hausmittel, die gegen Fußpilz helfen

Ein unangenehmes Jucken zwischen den Zehen ist meist ein sicheres Zeichen für Fußpilz. Auslöser für diese Infektionskrankheit sind Dermatophyten, Fadenpilze, die sich von Kohlenhydraten und Keratin ernähren. Sie lieben es feucht und warm und finden zwischen den Zehen ideale Bedingungen vor. Unbehandelt kann sich der Fußpilz am gesamten Fuß ausbreiten und Fußnägel, Hornhaut und sogar Haare befallen. In der Apotheke finden Betroffene eine ganze Palette an medizinischen Produkten, die zur Heilung beitragen. Doch nicht immer ist der Griff zur chemischen Keule notwendig. In den eigenen vier Wänden finden sich viele Hausmittel, die eine effektive und kostengünstige Alternative zu teuren Medikamenten sind. Frühzeitig erkannt können Sie den lästigen Erreger bekämpfen.

Fußbäder gegen Fußpilz

Der unangenehme Pilz ist keine Erfindung der Neuzeit. Seit Jahrhunderten leiden Menschen unter dem Jucken und Nässen, das der Pilz an den Füßen verursacht. Die Schulmedizin war damals nicht so weit wie heute. So gibt es viele Hausmittel, die sich seit langer Zeit bewährt haben. Eines müssen betroffene Personen seit jeher mitbringen – Geduld. Die Bekämpfung von Fußpilz ist eine langwierige Angelegenheit, die viel Zeit und Geduld erfordert. Einmal vom Pilz befallen, kann die Erkrankung oftmals erneut ausbrechen. Die Behandlung sollte daher möglichst lange und durchgehend stattfinden.

Eine entspannende und zugleich wirksame Methode stellen Fußbäder dar. Es gibt zahlreiche Zusätze, denen eine heilende und desinfizierende Wirkung nachgesagt wird. Das Baden der Füße ist vor allem dann wirksam, wenn sich bereits offene Stellen und Bläschen entwickelt haben. Der Zusatz im Wasser kann dann direkt an der betroffenen Stelle wirken.

Apfelessig besticht nicht durch seinen wundervollen Duft, aber durch seine heilende Wirkung. Das Produkt ist reich an Kalium, Enzymen und Aminosäuren. Sie bekämpfen den Erreger und unterstützen die Zellerneuerung. Der Klassiker der Hausmedizin mindert Juckreiz und tötet die Keime ab. Alternativ können einem Fußbad gegen Fußpilz auch Backpulver und Kurkuma zugesetzt werden. Sie haben eine ähnliche Wirkung, wie es der Apfelessig hat.
Das lauwarme Wasser in der Schüssel sollte mindestens bis zu den Knöcheln reichen. Der Fadenpilz befällt nicht nur die Zehenzwischenräume, sondern auch die Fußsohle und das Fußgewölbe. Knapp zehn Minuten täglich reichen aus, danach sollte der Fuß gründlich abgetrocknet werden.

Fußpilz

Fußpilz ©iStockphoto/maska82

Essigstrumpf und Knoblauch

Zwei weitere Hausmittel gegen Fußpilz verbreiten ebenfalls nicht den besten Duft, sind aber äußerst wirksam. Mit einem Essigstrumpf, der über Nacht getragen wird, kann der Fußpilz nachhaltig bekämpft werden. Für diese Methode wird ein Paar Socken in einer Mischung aus Wasser und Apfelessig getränkt. Das Mischverhältnis kann ungefähr 3:1 betragen, da schon wenig Apfelessig ausreichend ist. Anschließend wird das Sockenpaar angezogen und ein weiteres sauberes Paar darüber gezogen. Der Essigstrumpf sorgt für eine Linderung der Beschwerden und regt das Immunsystem an. Seine durchblutungsfördernde Funktion regt zudem die Heilung an.

Knoblauch ist ein weiteres Hausmittel, das über Nacht zum Einsatz kommen kann. Das Gemüse kann zur äußeren Anwendung gegen Fußpilz eingesetzt werden. Er wirkt desinfizierend an den betroffenen Stellen und mindert den unangenehmen Juckreiz. Für die äußerliche Anwendung wird der Knoblauch geschält und leicht eingeritzt, so kann der Saft austreten. Er wird zwischen den Zehen gelegt, anschließend kommt ein Strumpf darüber. Alternativ zu dieser Anwendung können die betroffenen Fußpartien auch mit Knoblauchöl eingerieben werden.

Bienenwachs und Heilerde zur Behandlung

Honig und Bienenwachs sind weitere Klassiker aus dem Haushalt, die auch bei Fußpilz ihre Wirkung nicht verfehlen. Bei einer Erkrankung mit dem Fadenpilz kann natürlicher Bienenwachs zur Behandlung eingesetzt werden. Als besonders wirksam hat sich der Wachs Propolis herausgestellt. Vorsicht ist jedoch bei Menschen geboten, die allergisch auf Bienenstiche reagieren. Sie sollten Propolis zuvor auf mögliche Hautreaktionen testen.

Wer frei von allergischen Reaktionen ist, kann das Bienenwachs an den betroffenen Hautstellen am Fuß einsetzen. Propolis ist als Salbe oder Tinktur erhältlich, beide Darreichungsformen sind wirksam. Das Wachs hat eine natürliche antibakterielle Wirkung und ist zudem entzündungshemmend. Er unterstützt die natürliche Heilung und verhindert eine Ausbreitung des Fadenpilzes.

Mit Heilerde zur Behandlung von Fußpilz wurden bereits gute Erfolge erzielt. Sie ist erhältlich in vielen Reformhäusern, Drogeriemärkten und Apotheken. Bei der äußeren Anwendung stehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten offen.
Ähnlich dem Essigstrumpf kann auch die Heilerde über Nacht einwirken. Dazu wird der Fuß mit der Erde eingepudert, anschließend wird ein Strumpf drüber gezogen. Alternativ kann die Heilerde auch mit Wasser gemischt und zu einem Brei angerührt werden. Dieser Brei wird dann auf die betroffenen Stellen gegeben und nach der Trocknung abgewaschen. Danach sollte der Fuß gut abgetrocknet werden.

Öle gegen Fußpilz

Die Wirkung ätherischer Öle ist unbestritten. Inzwischen beschäftigen sich ganze Wirtschaftszweige mit der Entwicklung und Anwendung der Öle als natürliches Heilmittel. Zur Bekämpfung von Fußpilz können verschiedene Öle eingesetzt werden. Sie unterstützen nicht nur die Selbstheilung des Körpers, einige Öle greifen die Pilzkulturen direkt an.

Wissenschaftlich belegt ist der große Nutzen von Lavendelöl bei Fußpilz. Studien haben belegt, dass dieses Öl bestimmte Pilze, die Fußpilz auslösen, bekämpft. Ähnlich wirksam ist Teebaumöl, das vom australischen Teebaum gewonnen wird. Ähnlich wie Lavendel kann es Pilzsporen abtöten und seine Ausbreitung verhindern. Eine lindernde und entzündungshemmende Wirkung hat auch Johanniskrautöl. Wer diese Öle nicht im eigenen Haushalt findet, kann sie in der Drogerie oder in der Apotheke kaufen. Bei der Anwendung ätherischer Öle gegen Fußpilz ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Die Öle können direkt auf die betroffenen Stellen getupft werden. Mehrmals täglich angewendet entfalten sie ihre natürliche Wirkung. Das Lavendelöl kann auch als Zusatz beim Fußbad oder zur Waschung eingesetzt werden. Es kann auch präventiv eingesetzt werden. Wer seine Schuhe und Strümpfe mit dem Öl benetzt, kann der Entstehung von Fußpilz vorbeugen.

Das 1×1 gegen Fußpilz

Die genannten Hausmittel haben ihre Wirksamkeit seit vielen Jahrzehnten nachgewiesen. Zum Einsatz kommen sie jedoch immer dann, wenn der Fußpilz bereits ausgebrochen ist. Wer der Erkrankung vorbeugen möchte, muss ein paar Grundsätze berücksichtigen. Dermatophyten lieben es warm und feucht und treten daher im Sommer besonders häufig auf. Trockene Füße sind das beste Mittel gegen die Entstehung von Fußpilz. Die Wahl des passenden Schuhwerks ist besonders wichtig. Atmungsaktiv und nicht zu eng sollten sie sein. Idealerweise werden die Schuhe nicht den ganzen Tag getragen. Wer zu Fußpilz neigt, sollte sie bei Gelegenheit ausziehen und kann sie zudem mit antibakteriellen Deos oder ätherischen Ölen behandeln.

Socken sollten möglichst aus Baumwolle bestehen, keinesfalls aus Kunststoff. Baumwollsocken fördern den Abtransport von Schweiß und verhindern Schweißfüße, dem natürlichen Habitat von Fußpilz. Zudem sollte das gleiche Paar Socken niemals an zwei Tagen hintereinander getragen werden. Bestimmte Pilzkulturen können an Kleidungsstücken und Schuhen einige Zeit überlegen. Sie sollten daher nur bei 60° – idealerweise 90° – gewaschen werden. Das gilt nicht nur für Socken, sondern auch für Handtücher, Duschmatten und Bettwäsche.