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Meniskus kaputt – was nun?

Beim Meniskus handelt es sich um scheibenförmige Knorpel, welche im Knie eher die Form eines Halbmondes annehmen und die in ihrer Funktion ein wichtiger Bestandteil des Bewegungsapparates sind. Aufgrund dieser Tatsache kann eine Verletzung des Meniskus für die Betroffenen durchaus ernsthafte Folgen nach sich ziehen, die im schlimmsten Fall bis zur Arthrose führen. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab und bezieht sich auf die Form der Knorpelscheiben.

Neben dem Menschen taucht der Meniskus auch bei anderen Säugetieren auf, selbst Vögel besitzen in unterschiedlichen Gelenken entsprechende Knorpelscheiben. Was die Funktion betrifft, übernehmen die Menisken vor allem zwei Aufgaben: Zum einen sind sie ein wichtiges Bindeglied, wenn es darum geht, die Kraft zwischen den beiden Gelenkflächen des Knies zu übertragen. Die Knorpel müssen alle Bewegungen des Knies aushalten und sind deshalb einer besonders großen Beanspruchung ausgesetzt. Dass diese Aktivität nicht ohne Folgen bleibt, leuchtet sicher ein. Schließlich ist das, was oft benutzt wird, einem deutlich höheren Verschleiß ausgesetzt. Die zweite Aufgabe der Menisken besteht darin, die Gelenkflüssigkeit richtig zu verteilen.

Eine Meniskusverletzung – was tun?

Trotz der Flexibilität und schier unglaublichen Leistung der Menisken ist auch deren Belastungsgrenze irgendwann erreicht. Wird dieser Punkt überschritten, ist meist eine Meniskusverletzung die Folge. Speziell Sportler und Berufstätige, die die Knie besonders belasten (müssen), zählen zu den Risikogruppen, die sich immer wieder mit entsprechenden Beschwerden auseinandersetzen müssen. Neben Fußballern, Tennisspielern oder Radsportlern tauchen hier auch bodenständige Berufe wie das Fliesenlegen auf. Natürlich treten Probleme im letzten Fall erst nach einer größeren Anzahl von Berufsjahren auf. Aber egal, wie und warum man sich eine Meniskusverletzung zugezogen hat, in jedem Fall sind die Folgen höchst unangenehm und schmerzhaft. Wie stark die Beschwerden im konkreten Fall sind, hängt natürlich stark von der Schwere einer Verletzung ab. Während die Knorpelscheiben selbst keine Schmerzsignale aussenden können, besteht die Möglichkeit, dass abgerissene und verschlissene Teile die Gelenke sowie das umgebende Gewebe reizen können. Eine Meniskusverletzung ist deshalb nicht selten eine Angelegenheit, die sich über einen etwas längeren Zeitraum bemerkbar macht. Ist der Meniskus gerissen und eine Schwellung mitsamt Gelenkerguss die Folge, muss das Knie sofort gekühlt sowie hoch gelagert werden. Zudem sollte das Aufsuchen eines Arztes nicht zu lange aufgeschoben werden, da eine lange Wartezeit die Folgen nur verschlimmert. Allerdings muss nicht gleich eine Ruptur der Menisken vorliegen, auch eine vergleichsweise harmlose Prellung ist möglich, die schnell wieder abklingt.

Meniskus

Meniskus @iStockphoto/Bunyos

Etwas schwieriger wird die Situation bei einem Riss, der auf unterschiedlichen Wegen behandelt werden kann. Grundlage der Therapie sind die Ergebnisse einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie), mit welcher sich der MRT-Befund untermauern lässt. Gerade bei jungen Patienten ist ein operativer Eingriff in den meisten Fällen unausweichlich, da eine Schädigung des Meniskus zu weiteren Funktionsstörungen führen kann. Das grundlegende Ziel hinter einer Behandlung ist natürlich die Rekonstruktion der ursprünglichen Funktion, weshalb ein Nähen des betroffenen Meniskus in jedem Fall die optimalste Lösung darstellt. Kann diese Meniskusnaht nicht durchgeführt werden, bleibt nur die teilweise Entfernung des abgerissenen Knorpelstücks. Diese Teilresektion bringt aber einen entscheidenden Nachteil mit sich, da die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Arthrose deutlich steigt. Um diese Gefahr zu verringern, lässt sich der Meniskus durch ein Implantat ersetzen. Wird ein Knie auf diese Weise behandelt, kann es bereits nach wenigen Wochen wieder belastet werden. Im Gegensatz dazu benötigt die Naht einen deutlich längeren Zeitraum, um vollständig auszuheilen. Zeigen die Voruntersuchungen lediglich einen kleinen Längsriss im Meniskus, können Patienten wieder aufatmen. Im Gegensatz zur Notwendigkeit einer operativen Behandlung schwerer Rupturen lassen sich diese Risse mit viel Ruhe und Entlastung des Beines auskurieren. Zwar handelt es sich heute bei der Operation an den Menisken um einen Routineeingriff, wesentlich besser ist aber ein Verhalten, das es gar nicht erst soweit kommen lässt.