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Das Erfolgsgeheimnis einer glücklichen Ehe

Zumeist ist heute nur noch die Liebe der Partner zueinander ausschlaggebend für eine Eheschließung. Gesellschaftliche Hintergründe gibt es in unserer modernen Zeit im Mitteleuropa kaum noch, stattdessen sind Singlehaushalte und wilde Ehen verbreitet geworden. Die Freiheit, welche den Individuen die freie Wahl zu Ehe oder nicht gibt, ist gleichzeitig auch ein Aspekt, warum so viele Ehen heute in die Brüche gehen. Der gesellschaftliche Druck fehlt und das vermeintlich glückliche Ehepaar ist in seinem Leben gesäumt von zahlreichen Trennungen und Scheidungen im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis.

Doch ist es tatsächlich heute unmöglich, selbst eine glückliche Ehe zu führen? Der irische Schriftsteller Oscar Wilde bemerkte zum Umstand der Ehe sehr treffend: "Die Ehe ist eine gegenseitige Freiheitsberaubung in beiderseitigem Einvernehmen". Der emanzipierte Mensch – ob männlich oder weiblich – lässt sich jedoch nur noch sehr bedingt in seiner Freiheit beschneiden. Aber trotz alledem gibt es sie noch, die glücklichen Ehen, die ein Leben lang halten. Wie funktioniert das?

Erfolgsgeheimnis der glücklichen Ehen

Zu einer glücklichen Ehe, so hört man immer wieder von langjährig, glücklich Verheirateten, ist geprägt von Individualität, Freundschaft und Liebe – und die Tatsache, dass der Gegenüber auch nach langen Jahren der Gemeinschaft nicht als „selbstverständlich“ angesehen werden sollte. Das emotionale Gleichgewicht muss stets berücksichtigt werden, damit jeder der Partner sich in der Ehe glücklich und zufrieden fühlt. Diese Harmonie prägt das gemeinsame Miteinander, in dem jedoch auch viel Platz für die Entfaltung des Einzelnen ist.

Nach neuesten Studien aus der USA wirkt sich eine glückliche Partnerschaft auch positiv auf die Gesundheit aus: Die Blutdruckwerte verheirateter Menschen sind in der Regel deutlich besser als die von Singles. Auch die Attraktivität der Partner spielt nach US-Psychologen eine wichtige Rolle – beide Partner sollten gepflegt, der Mann jedoch nicht attraktiver als die Frau sein. Wer sich gehen lässt, bietet dem Partner nicht mehr die anfänglichen Reize, welche den Blick vom Abschweifen zu anderen Mitmenschen abhält. Wer es dann noch schafft, immer ein wenig überraschend für den Partner zu bleiben, kann zumeist auch für lange Zeit ein aufregendes und prickelndes Sexualleben sein Eigen nennen.

Ehepaar

Ehepaar ©iStockphoto/Cagri Özgür

Treue und Liebe sind Geschenke

Im Alltag ist es oft schwer, den Ehepartner nicht als selbstverständlichen Bestandteil des eigenen Lebens zu betrachten. Häufig gehen die regelmäßigen Gespräche und das Interesse an der Person des anderen im Stress und der Hektik des Alltags unter. Man spricht fast nur noch über die Arbeit, die Kinder und gegebenenfalls finanzielle Probleme. Da heißt es Oasen der Ruhe finden, in denen man sich bewusst auf den Partner und die gemeinsamen Interessen konzentriert, aber auch die Interessen des anderen, die man nicht teilt, respektiert und unterstützt. Respekt und Vertrauen sollten einen großen Stellenwert in der Partnerschaft einnehmen, wenngleich die geschenkte Liebe und Treue eher als Geschenke zu betrachten sind. Wer diese Geschenke als „verpflichtende Selbstverständlichkeiten“ ansieht, sieht sich schnell mit Misstrauen und Eifersucht konfrontiert, welche die Partner umso eher voneinander entfernen.

Gesunder Humor statt Manipulation

Auch das Manipulieren und „Umerziehen“ des Partners ist eher kritisch zu betrachten. Nur wer bereit ist, den Partner mit all seinen Schwächen und Fehlern zu akzeptieren, anstatt auf seine „Veränderung aus Liebe“ zu hoffen, ist auf der sicheren Seite, eine glückliche Ehe führen zu können. Auch Humor trägt viel zum Gelingen einer langjährigen Ehe bei: Wer gemeinsam lachen kann, kann sich gegenseitig in schlechten Zeiten wieder aufmuntern.

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