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Tarot Kartenlegen – Wie funktioniert das?

Das Tarot Karten legen ist ein Symbol für den Lebenskreislauf der Person, für die ein Kartenbild erstellt wird. Was auf den ersten Blick wie ein kompliziertes Geflecht aus Bildern und Zeichen wirkt, lässt sich mit der richtigen Technik gezielt entschlüsseln. Dazu sind jedoch mehrere Voraussetzungen erforderlich, denn das Tarot Karten legen beruht auf Erfahrung und seelischer Verbundenheit. Besonders das gewählte Kartenspiel muss demnach eine starke Anziehungskraft auf den Nutzer haben. Darauf aufbauend bedarf die Legung einiger Vorbereitungen.

Vorkehrungen für das Tarot Karten legen – spirituelle Basis der erfolgreichen Legung

Der Grundbaustein für das Tarot Karten legen ist das Interesse an der Materie. Zudem sollte eine gewisse Spiritualität vorhanden sein, die dabei hilft, sich für die Karten sowie ihre Informationen zu öffnen und es muss klar definiert werden, welchen Sinn die Legungen haben sollen. Demzufolge können sie als Erweiterung der mentalen Fähigkeiten gedacht sein.
In Ergänzung dazu, kommt es auf Fachwissen an, welches für eine Legung erlernt werden muss. Immerhin besitzt jede der 78 Karten eine Bedeutung, ohne die keine klaren Aussagen über ein Kartenbild getroffen werden. Die grobe Unterteilung erfolgt in 22 Große Arkanen, die für die fortlaufende Entwicklung des Menschen und dessen Lebensabschnitte stehen sowie die 56 Kleinen Arkanen, die Gefühle, Ereignisse oder Elemente darstellen.

Tarot Karten

Tarot Karten ©iStockphoto/volkovslava

In der Anfangszeit kann es hilfreich sein, die Karten regelmäßig aufzudecken und sich die Symbolik zu merken. Dies ist vergleichbar mit dem Auswendiglernen von Zahlenkombinationen oder Vokabeln. Wird jede Karte richtig eingeordnet, folgt die Steigerung in Form einer Aufreihung. Erstmalig treten zwei Karten in Erscheinung, die einen Zusammenhang ergeben sollen, weiterhin lassen sich sämtliche Karten mit der gleichen Zahl zusammensetzen und müssen in Kombination miteinander gelesen werden. Auf diese Weise verstärkt sich das innere Gefühl für die Assoziationen zwischen den Karten, das für ein Legesystem unverzichtbar ist. Sowohl negative als auch positive Gedanken spielen eine Rolle, ebenso wie die Wirkung zweier Karten aufeinander. Innerhalb dieser Legung können bestimmte Verknüpfungen erkannt werden, mit denen sich die Bedeutungen der Karten gegenseitig abschwächen oder ganz auflösen. Am Ende kommt es auf das innere Gefühl und die Routine an. Der Einstieg in das Tarot Karten legen glückt dann mit der Deutung von Tageskarten.

Das Tageskarten legen – leichte Einführung in die Tarot Karten Welt

Als Start in das Legen der Tarot Karten ist das Interpretieren von Tageskarten zu empfehlen. Es hilft dabei, die Prognose für den Tag zu erhalten, das Kartenspiel kennenzulernen und das Lesen der einzelnen Bilder zu verbessern. Dazu sollte tagtäglich am frühen Morgen eine beliebige Karte aus dem vollständigen Satz gezogen und aufgedeckt werden. Je nach Art der Karte kann sie mehrere Informationen enthalten. Demnach gibt sie Aufschluss über den Ausgang einer beruflichen Entscheidung, das Allgemeinbefinden, die Harmonie in einer Beziehung oder den Beginn einer neuen Lebensphase. Anfänger sollten sich vor der Deutung einer Tarot Karte damit auseinandersetzen, welche Erwartungen sie an den Tag haben und welche Fragen für sie von Bedeutung sind. Es kann auch helfen, zu Anfang eine erklärende Lektüre zu nutzen, die Denkanstöße hinsichtlich der jeweiligen Karten beinhaltet und die einzelnen Legesysteme erklärt. Sie sind variationsreich und lassen sich auf die eigenen Ziele abstimmen. Das Hauptkriterium sind jedoch die Emotionen, denn Tarot Karten lassen sich am effektivsten legen, wenn eine energetische Verbindung aufgebaut wird.
Obendrein steht die Deutung in keinem Zusammenhang mit einer festen Zukunftsprognose. Viel eher zielt sie darauf ab, den Menschen Wege und Möglichkeiten aufzuzeigen, mit denen das Leben in die richtigen Bahnen verlaufen kann. Somit ist sie dazu da, sich mit Thematiken auseinanderzusetzen, neue Energie zu schenken, klare Sichtweisen zu schaffen und negative Einflüsse abzuwenden. Gerade wenn die Legung nicht für den Kartenleger selbst, sondern eine andere Person vollzogen wird, sollte sie einer Geschichtserzählung ähneln und denjenigen auf eine Reise in seine eigenen Gedanken, Wünsche und Träume mitnehmen. Das Legesystem einer kompletten Kartenreihe beginnt daraufhin mit einer unkomplizierten Ausführung.

Die Einstiegslegung – Anfänger-Variante für das Tarot Karten legen

Ein leichtes Legesystem enthält nützliche Inspirationen, dient aber ebenfalls als Übung, um mit der Anwendung der Karten vertrauter zu werden. Hierfür kommen drei Karten zum Einsatz, die einen sogenannten Spread bilden. Dies ist die Aufteilung, die für die Legung ausschlaggebend ist.

Die Karten symbolisieren hierzu drei feste Themenbereiche wie Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft oder zwei verschiedene Personen und ihre Beziehung zueinander. Die Anordnung in solche Rubriken ist in den unterschiedlichsten Versionen vorhanden, sodass die Legung immer wieder nach neuen Maßstäben ausgerichtet werden kann. Außerdem ist es möglich, eine eigene Themenkombination zu kreieren, die sich nach den Bedürfnissen des Menschen, für den die Karten gelegt werden, richtet. Am besten glückt die Legung, wenn zuvor genauestens bekannt ist, welchen Schwerpunkt sie haben soll. Die drei Karten werden dazu verdeckt auf den Tisch gelegt. Es empfiehlt sich, die zweite Karte erst aufzudecken, sobald die Anfangskarte eingehend analysiert wurde. Hier geht es hauptsächlich um die Bilder, statt der Farben oder Elemente. Im Allgemeinen soll jede der Karten ein bestimmtes Erlebnis, Gefühl oder einen Menschen präsentieren. So könnte eine Karte der Gegenwart die jetzige Lebenssituation vor Augen führen, die Vergangenheitskarte zeigen, was hinter jemandem liegt und die Zukunftskarte Einblicke in den weiteren Lebensverlauf ermöglichen.
Durch die Legung werden diese drei Faktoren vereint, wodurch ein Kartenbild entsteht. Ob sich die ausführende Person in den Bildern selbst erkennt oder jene als Zeichen für äußere Einflüsse sieht, obliegt jedem selbst. Schließlich beruht Tarot Karten legen auch auf freier Interpretation. Insofern die simple Ausführung eines Legesystems gelingt, darf sich die Person an eine umfassende Legung für erfahrene Tarot Karten Leger wagen.

Die komplexe Legung – aufwendiges System für Fortgeschrittene

Wenn das Tarot Karten legen bereits mehrmals erfolgreich durchgeführt wurde und die nötigen Erfahrungen mit der Deutung vorliegen, können die Anforderungen an die Legung erweitert werden.
Grundsätzlich bleibt die Thematik hierbei gleich, jedoch wird die Anzahl der Kartenreihen gesteigert. Ein Spread für diesen Zweck beinhaltet beispielsweise 21 Karten. Mitunter können bei professionellen Legesystemen sogar alle 78 Karten zum Vorschein kommen. Bei einem 21 Karten-Spread werden jene in zwei Gruppen differenziert, die Großen sowie Kleinen Arkanen. Im nächsten Schritt ist es erforderlich, jeden Kartensatz gründlich zu mischen und erneut zu teilen. Daraufhin folgt die Anordnung, bei der drei Karten in einer Querreihe, sieben in einer Längsreihe und je eine Karte im Seitenbereich platziert werden. Diese Zusammensetzung hat den Sinn, zuerst die Großen Arkanen aufzubrauchen, während ein paar Karten der Kleinen Arkanen noch in dem Stapel verweilen.

Für eine erfolgreiche Legung, die wertvolle Informationen liefert, ist es bedeutsam, jede der aufgedeckten Karten auf sich wirken zu lassen. Dadurch wird oftmals die Aussage des Kartenbilds deutlicher und kann mit der aktuellen Situation sowie den beabsichtigten Zielen vereint werden. Danach setzt das korrekte Legen der Tarot Karten voraus, das die Zusammenhänge zwischen den Karten klar werden. Sie sind variabel und können in verschiedenen Richtungen ein System ergeben. Die Karte an der Seite ist hierbei die Entscheidendste.
Bei einer solchen Legung sollte vermehrt auf Gemeinsamkeiten oder Unterschiede innerhalb der Kartenreihen geachtet und diese mit der Fragestellung, die bei der Legung der Ausgangspunkt war, kombiniert werden. Finden sich Parallelen mit vorhandenen Lebensumständen oder prägenden Ereignissen aus zurückliegenden Tagen? Spiegeln die Karten womöglich Gefühlszustände wider, die gerade in der Person, für die diese Lesung gemacht wurde, herrschen? All jene Fragen sind die Grundbausteine bei dem Legen der Tarot Karten. In dem Zusammenhang ist es aber wichtig, nie den Fokus zu verlieren und abzuschweifen. Nur, wer bei seinen ursprünglichen Beweggründen bleibt, wegen denen die Legung begonnen wurde, erhält auch die passenden Informationen. Weiterhin wäre es ratsam, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Je freier das Lesen eines Legesystems durchgeführt wird, desto gewinnbringender ist es für die jeweilige Person.

Sobald ein Muster in der Kartenreihe gefunden wurde, gilt es, nach hilfreichen Lösungsansätzen zu suchen. Welche Hinweise enthalten die Karten für den weiteren Verlauf des Szenarios in der Zukunft? Manche der Bilder geben Aufschluss über eventuelle Auswege aus einer Problemsituation und spenden Hoffnung auf glücklichere Zeiten. Je nach Anordnung und Thema könnten sie jedoch ebenfalls darauf hinweisen, wie sich eine Problematik weiterentwickeln würde, wenn keine Veränderung eintritt. Der professionelle Spread beinhaltet folglich eine Menge Wissenswertes und braucht Einfühlungsvermögen, Weitsicht sowie Fachkenntnisse, um der Person weiterhelfen zu können.

Im Zweifelsfall sollte sich jeder an seinen seelischen Schwingungen orientieren und nicht das Wissen aus Lehrbüchern als Richtlinie nutzen. Selbstverständlich bleibt es auch allen überlassen, in welcher der unzähligen Formen sie die Tarot Karten Legung durchführen möchten, denn die einfache Version bietet ebenfalls genügend Aussagekraft. Mit der nötigen Übung sowie der spirituellen Basis bringt das Tarot Karten legen allerdings viele interessante Informationen hervor, die den Lebensweg positiv beeinflussen können.