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Fruchtsäurepeeling – So funktioniert es

Welche Frau träumt nicht von einer strahlend schönen, glatten und festen Haut? Das Fruchtsäurepeeling verspricht all das und noch mehr, ganz auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe, die der Haut bei der Regeneration und Neubildung helfen und mildern sogar Falten und Pigmentenflecken. Nicht selten wird diese Form des Peelings daher als wahres Wundermittel angepriesen und immer mehr Frauen nutzen es, um ihr frisches und jugendliches Aussehen zu erhalten. Kosmetikerinnen und Hautärzte bieten das Fruchtsäurepeeling an, aber es gibt auch DIY-Sets, die in Eigenregie angewendet werden können.

Was ist ein Fruchtsäurepeeling?

Das Früchte eine Vielzahl von Vitaminen liefern und einfach gesund sind, ist hinlänglich bekannt. Aber nicht nur ihre innere Wirkung ist wissenschaftlich bewiesen, auch die äußere Anwendung von Fruchtsäuren, beispielsweise in Form eines Peelings, bringt viele Vorteile mit sich. Schon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts beschäftigten sich Wissenschaftler mit diesem Thema und konnten belegen, dass Fruchtsäurepeelings für ein ebenmäßiges Hautbild sorgen, die Poren verkleinern und sogar bei Hautrunreinheiten und Pigmentstörungen helfen.

Schon nach der ersten Anwendung ist ein weitaus besseres Hautbild zu erwarten, kleine Fältchen verschwinden und eine Vielzahl an Hautproblemen wird gemindert. Verantwortlich dafür sind Säuren, wie sie sie in Zitronen, Äpfeln aber auch Wein und Milch vorkommen. Sie wirken auf die Haut ein und unterstützen sie bei der Regenerierung. Für die Behandlungen werden oft zwei Säuren gemischt und je nach Zusammensetzung und Mischverhältnis ist der Säuregrad unterschiedlich hoch und erzielt auch unterschiedliche Ergebnisse.

Fruchtsäurepeeling

Fruchtsäurepeeling ©iStockphoto/TolikoffPhotography

Fruchtsäurepeelings mit geringem Säuregrad sind in Drogerien und Apotheken erhältlich und können zuhause selbst angewendet werden. Sie klären die Haut und sorgen für ein spürbar und sichtbar besseres Hautbild, jedoch nicht in dem Ausmaß, wie es ein höher konzentriertes Fruchtsäurepeeling kann. Da Säure aber natürlich nicht ungefährlich ist, werden die Peelings mit hohem Säuregrad nur von Ärzten und ausgebildeten Kosmetikern angewendet, um Hautverletzungen zu vermeiden.

Wie funktioniert das Fruchtsäurepeeling

Das Fruchtsäurepeeling ist eine äußerliche Behandlung der Haut, das entweder oberflächlich, mitteltief oder tief einwirkt und somit Hautunreinheiten genauso entfernt, wie es auch die Poren verkleinert und vieles mehr. Dazu dringt das Peeling in die Hornschicht der Haut ein und wirkt dort. Fällt die Entscheidung auf eine intensive Behandlung bei der Kosmetikerin oder beim Arzt, wird selten nur ein Peeling vorgenommen. Vielmehr umfasst die Behandlung zwischen fünf und zehn Sitzungen, die in Abständen von zwei bis sechs Wochen durchgeführt werden. So kann sich die Wirkung der Fruchtsäure voll entfalten und auch nachhaltig für ein verbessertes Hautbild sorgen.

Die Behandlungen in Kosmetikstudios variieren natürlich, aber grundsätzlich sind folgende Schritte notwendig:

Schritt 1: Die Haut wird auf das Peeling vorbereitet, in dem sie gründlich gereinigt und entfettet wird.
Schritt 2: Die Fruchtsäure wird in Form eines Peeling-Gels gleichmäßig aufgetragen. Dabei kann es, je nach Säuregrad, zu einem leichten Brennen kommen.
Schritt 3: Nach der vorher bestimmten Einwirkzeit des Fruchtsäurepeelings wird die Säure mit einer so genannten Neutralisierungscreme wieder neutralisiert, so dass sie nicht weiter in die Haut eindringt.
Schritt 4: Mit einer kühlenden Nachpflege wird die Haut beruhigt.

Oft kommt es nach der Behandlung mit einem Fruchtsäurepeeling zu Rötungen der Haut. Auch eine Schuppenbildung oder leichte Verschorfungen sind möglich, je nachdem wie hoch der Säuregrad war, der zur Anwendung gewählt wurde. Die Wirkung der Fruchtsäure zeigt sich dann in den nächsten 48 Stunden, wenn sich die Haut leicht schuppt und die oberste Hautschicht dadurch entfernt wird. Dann setzt der Regenerationsprozess der Haut ein, neue Hautzellen werden vermehrt produziert und so kann die Haut zukünftig Feuchtigkeit besser speichern. Das Ergebnis ist eine „prallere“ Haut, bei der auch Falten geglättet wurden.

Wird die Behandlung mit dem Fruchtsäurepeeling beim Hautarzt durchgeführt, kommt meist eine hochkonzentrierte Säure zum Einsatz und die Haut muss dementsprechend darauf vorbereitet werden. Dazu gibt es vom Arzt eine spezielle Creme, mit deren Anwendung ca. zwei Wochen vor dem Peeling begonnen wird. Auch hier erfolgt die Behandlung über mehrere Sitzungen, bei denen der Säuregrad stetig erhöht wird.

Nach dem Peeling sollte in den ersten Stunden auf die Verwendung von Kosmetika verzichtet werden, um der Haut Zeit zu geben, sich zu erholen. Später können dann ruhig Feuchtigkeitscremes oder ähnliches nach Absprache mit der Kosmetikering bzw. dem Arzt verwendet werden. Für die nächsten zwei Wochen ist es empfehlenswert, die gepeelte Haut nicht direkt der Sonne auszusetzen oder alternativ einen Sunblocker mit Faktor 20 oder höher zu verwenden.

Für wen ist das Fruchtsäurepeeling geeignet?

Wer seine Haut jugendlich und frisch erhalten möchte, ist mit dem Fruchtsäurepeeling gut beraten. Ist die Haut gesund, reicht hier schon ein Peeling in niedriger Konzentration, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Haut ist dann straffer, der Teint strahlt und das Hautbild wirkt ebenmäßig. Auch bei zu grobporiger Haut ist ein Fruchtsäurepeeling zu empfehlen, da es die Poren spürbar und sichtbar verfeinert.

Peelings mit höherer Säurekonzentration sind auch bei Pigmentunregelmäßigkeiten und unreiner Haut anzuraten. Die Wirkung ist hier enorm und schon nach wenigen Behandlungen ist eine deutliche Verbesserung zu erkennen. Selbst Aknenarben und Fältchen können mit einem richtig angewendeten Peeling vollständig verschwinden – und das über eine längere Zeit.

Nicht anwenden sollte man ein Fruchtsäurepeeling wenn
– die Haut sehr trocken und empfindlich ist
– Hautekzeme bestehen
– Gefäßerweiterungen vorliegen
– Vitamin A Präparate verwendet werden

Ansonsten gibt es nur wenige Einschränkungen und ausgebildete Kosmetikerinnen und Ärzte passen die Behandlung natürlich genau auf die gewünschte Wirkung an, um eine Schädigung der Haut zu vermeiden. Wird das Fruchtsäurepeeling korrekt durchgeführt, sind somit kaum Nebenwirkungen zu erwarten. Die anfängliche Rötung der Haut lässt schnell nach und achtet man im Anschluss an die Behandlung auf einen guten Sonnenschutz, können auch keine Narben oder Hyperpigmentierungen entstehen.

Wie lange hält die Wirkung des Peelings an?

Wie lange die Wirkung des Fruchtsäurepeelings anhält, hängt natürlich von der Konzentration der Säure ab. Bei DIY-Sets für zuhause ist der Säuregrad sehr gering, dementsprechend hält auch die Wirkung nicht lange an und muss in einem Abstand von wenigen Wochen wiederholt werden. In Kosmetikstudios durchgeführt, kann das Peeling schon ein paar Monate Wirkung zeigen und das Hautbild somit auch lang anhaltend verbessern.

Die beste und längste Wirkung hat natürlich ein Fruchtsäurepeeling, das von einem Hautarzt durchgeführt wird. Die hohe Konzentration wirkt sich sehr nachhaltig auf das Hautbild aus und so kann das Peeling auch über ein Jahr anhalten und eine weitere Behandlung ist in dieser Zeit nicht notwendig.

Was kostet das Fruchtsäurepeeling

Fruchtsäurepeelings, die zuhause angewendet werden können, sind in Form von Cremes schon ab 10 Euro erhältlich. Fruchtsäurepeeling-Sets, die für mehrere Behandlungen ausgelegt sind, liegen oft zwischen 50 und 150 Euro. Die eigene Behandlung ist also zu einem annehmbaren Preis möglich, allerdings muss hier auch beachtet werden, dass die Wirkung nur von relativ kurzer Dauer ist und man nicht vorab sagen kann, welcher Säuregehalt richtig für die eigene Haut ist.

Daher gibt es Profis, die für diese Behandlung ausgebildet sind und wissen, was möglich ist – und natürlich auch, was zu beachten ist. Fällt die Entscheidung auf ein Fruchtsäurepeeling in einem Kosmetikstudio, so kann mit einem Preis von etwa 50 bis 80 Euro pro Behandlung rechnen. Wie schon erwähnt, sind hier oft mehrere Sitzungen notwendig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Wer ein Fruchtsäurepeeling bei einem Dermatologen durchführen lässt, muss gleich noch ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Genaue Kosten sind hier schwer zu nennen, da es je nach Region variiert. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Krankenkasse die Kosten für diese Behandlung nicht übernimmt – sie muss also komplett selbst gezahlt werden. Dafür hält die Freude über das Ergebnis bei dieser Behandlung natürlich auch lange an.

Wann ist die beste Zeit für ein Fruchtsäurepeeling?

Die Fruchtsäure greift spürbar ins Hautbild ein und sorgt dafür, dass sich die Zellen erneuern. Daher ist es wichtig, dass man die Haut in der ersten Zeit weitestgehend vor Sonne schützt. Es ist also nicht anzuraten, diese Behandlung im Sommer auszuführen. Besser eignen sich Frühling oder Herbst. Die ideale Jahreszeit ist jedoch der Winter, wenn nicht gerade ein Urlaub in der Südsee oder ein Skiurlaub geplant sind. Dann hat die Haut ausreichend Zeit, sich wieder zu regenerieren und es ist leichter, sie vor zu viel Sonneneinwirkung zu schützen.