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Klettern – Alles im Griff

Es ist wohl eines der ursprünglichsten Glücksgefühle, die ein Mensch erleben kann: Es an die Spitze geschafft zu haben – nach ganz oben. Während wir heute ein solches Gefühl oftmals nur auf unsere berufliche Karriere beziehen, vergessen viele, dass dieses natürliche Glücksgefühl auch durch eine Sportart vermittelt werden kann: Durch das Klettern. Egal, ob in freier Natur oder in speziell hergerichteten Hallen: Klettern ist ein Sport, der nicht nur unheimlich viel Spaß macht und an Abenteuer erinnert, er vermittelt uns auch wie kaum ein anderer Sport das gute Gefühl, etwas geschafft und geleistet zu haben. ´

Mittlerweile sind Kletterhallen klar auf dem Vormarsch. Sie bieten eine praktische Alternative zu dem Klettern in freier Natur. Zwar ist letzteres aufgrund der dabei verspürten Nähe zur Natur ein ganz besonderes Erlebnis – aber wer kann es sich schon leisten, mehrmals im Jahr in die Berge zu fahren, um seinem Hobby zu frönen? Kletterhallen wollen dabei etwas für jeden Kletterer bereithalten: Egal, ob man gerade erst mit seinem neuen Hobby begonnen hat oder ob man ein alter Hase ist, hier kommt man voll auf seine Kosten. Ersteren bietet sich hier die Gelegenheit, die Sportart ganz unverbindlich zu testen: Alle nötigen Sicherungssysteme werden zur Verfügung gestellt und man kann sich durch erfahrenes Fachpersonal den einen oder anderen Kniff zeigen lassen.

Freeclimbing: Klettern ohne Hilfen

Sehr beliebt ist dabei das sogenannte Freeclimbing. Wer jetzt an riskante Unternehmung ohne Sicherungssystem denkt, ist auf der falschen Seite. Das „freie Klettern“, ist daher „frei“, weil der Sportler keinerlei Hilfsmittel, also zum Beispiel Haken, benutzt. Er klettert lediglich mithilfe seiner Hände und Beine eine steile Wand hoch – ein Unterfangen, welches einiges an Körperkraft erfordert. Sehr wohl gibt es aber Haken und Seile, die für die notwendige Sicherheit beim Freeclimbing sorgen. Dabei wird folgende Technik verwendet: Der Sportler wird an seinen Beckengurt mit einem Seil gesichert, das über eine Rollvorrichtung an der Decke der Kletterhalle verläuft. Dabei wird er von einer Person, die sich am Boden befindet, gesichert. Sollte der Kletterer aus- oder abrutschen, kann die sichernde Person ihn langsam zu Boden lassen, ohne dass er sich verletzt.

Klettern

Klettern @iStockphoto/Greg Epperson

Beim Freeclimbing werden relativ kurze Strecken zurückgelegt, angefangen bei 10 Metern bis hin zu 50 Metern. Dennoch ist es ein sehr kraftintensiver Sport. Vorteilhaft beim Freeclimbing ist, dass es so gut wie Jedem offen steht: Man kann schnell in diese Sportart einsteigen und bald erste Erfolge verbuchen, die motivieren, am Ball zu bleiben und seine Leistung zu steigern.

Bouldern: Sportklettern ohne alles

Eine andere Variante des Sportkletterns, die auch häufig in Kletterhallen ausgeübt wird, ist das sogenannte Bouldern. Dieser Name leitet sich ab von dem englischen Wort für „Felsblock“. Hier wird vollständig auf Sicherungssysteme verzichtet – die Höhe, die bei dieser Art zu Klettern erreicht wird, beträgt allerdings auch höchstens drei Meter. Diese Beschränkung sowie die Tatsache, dass Matten – sogenannte „crash-pads“ – ausgelegt werden, um bei einem eventuellen Absturz Verletzungen zu vermeiden, machen Bouldern weniger risikoreich als es sich zunächst anhört.

Wer die freie Natur bevorzugt, kann sich auf Klettersteige einlassen. Hier hat man es mit gesicherten Alpinrouten zu tun. Je nach Sportlichkeit und Erfahrung des Kletterers können hierbei unterschiedliche Routen gewählt werden. Kondition ist auch hier das A und O. Zudem ist es ratsam, sich auf Klettersteige nur in Begleitung erfahrener und ortskundiger Bergführer zu begeben. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, sich aber noch fragt, wie teuer das Kletter-Hobby ist, dem kann gesagt werden, dass es nicht so kostspielig ist, wie Viele vermuten. Beim Freeclimbing und Bouldern muss man mit etwa 250 Euro rechnen, die man in eine entsprechende Ausrüstung investieren muss. Bei den Klettersteigen kann es auch noch etwas weniger sein. Zunächst einmal können Sie aber das gesamte Equipment in den mittlerweile zahlreichen Kletterhallen ausleihen und so erst einmal testen, ob die Sportart tatsächlich für Sie geeignet ist.

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