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Schwanger Heiraten

Noch vor einigen Jahrzehnten war es eher die Ausnahme, als Frau während der Schwangerschaft zu heiraten. Heute ist dies längst selbstverständlich, denn viele Paare entschließen sich aus unterschiedlichsten Gründen, sich noch vor der Geburt des Babys zu vermählen. Für eine Frau, die schwanger den schönsten Tag ihres Lebens angeht, bedeutet ihre Hochzeit geballtes Lebensglück. Neben der doppelten Freude, die eine solche Feier mit sich bringt, stellt eine Schwangerschaft aber auch gewisse Herausforderungen an die Braut dar, die berücksichtigen muss, dass sie körperlich etwas eingeschränkt und nicht mehr so belastbar ist. Deshalb sollte beim Timing für die Vermählung, bei der Auswahl der Örtlichkeiten und des Outfits sowie bei der Organisation der Feier immer bedacht werden, dass zuviel Stress vermieden wird und der Tag mit Ruhe und Gelassenheit genossen werden kann.

In welchem Monat heiraten?

In den ersten Monaten der Schwangerschaft befällt viele Frauen eine überwältigende Müdigkeit, mit der der Körper signalisiert, dass das heranwachsende Baby Schonung verlangt und Stress und Überforderung gemieden werden sollten. Zusätzlich tritt bei etwa achtzig Prozent aller Schwangeren die gefürchtete morgendliche Übelkeit auf, die jedoch entgegen ihres Namens auch den ganzen Tag anhalten und das Wohlbefinden wochen- oder monatelang negativ beeinträchtigen kann. Daher ist davon abzuraten, sich im ersten Trimester, also in den ersten zwölf Wochen zusätzlich dem Stress einer Hochzeitsplanung und einer langen und ermüdenden Feier auszusetzen. Bei den meisten Frauen sind Müdigkeit und Übelkeit zu Beginn des zweiten Trimesters wie weggeblasen und viele Schwangere blühen dann regelrecht auf und sind voller Energie und Tatendrang. Daher stellt gerade diese Phase zwischen dem vierten und sechsten Monat die ideale Zeit dar, um während der Schwangerschaft zu heiraten. In den letzten zwei oder drei Monaten vor der Geburt kommt es wieder zu körperlichen Einschränkungen, die sich in erneuter Müdigkeit, einem wachsenden Bauchumfang, schweren Beinen und allerlei kleinen Wehwehchen äußern. Darüber hinaus rückt der Geburtstermin immer näher und damit stellen sich mit der Vorfreude auf das Baby auch Stimmungsschwankungen, Nervosität und die Angst vor der Geburt ein. In dieser Phase zu heiraten, setzt die Schwangere nur unnötig unter zusätzlichen Druck, den das Baby möglicherweise zu spüren bekommt. Daher sollte eine Hochzeitfeier so kurz vor der Geburt nur dann abgehalten werden, wenn sie in kleinem und gemütlichem Rahmen stattfinden soll.

Die Planung der Hochzeit – Hilfe für die Braut

Eine perfekte Hochzeit muss im Vorfeld detailliert und sorgfältig geplant werden, was mit einem gewissen Stress und auch mit viel Arbeit verbunden sein kann. Neben Gästeliste und Einladungen und der Auswahl eines geeigneten Rahmens, Hochzeitsmenüs und Kleides müssen unzählige andere Dinge bedacht und organisiert werden. Dies kann gerade für Schwangere ein gewisses Maß an Überforderung bedeuten, besonders wenn sie sich am Beginn der Schwangerschaft befinden und mit hormonellen Veränderungen, neuen Emotionen oder der weit verbreiteten Schwangerschaftsübelkeit kämpfen. Um das Baby und sich selbst zu schützen, ist es daher ratsam, gewisse Aufgaben zu delegieren, um sich als Braut auf das Wesentliche wie die Auswahl der Location, das ästhetische Gesamtkonzept und natürlich das passende Outfit konzentrieren zu können. Familienmitglieder und gute Freunde sind sicher bereit, gewisse Punkte der Hochzeitsplanung zu übernehmen und die Braut damit zu entlasten. Eine übersichtliche Check-Liste hilft dem Brautpaar, die Kontrolle zu behalten und jeden Schritt in der Organisation nachverfolgen zu können.

Die richtige Location wählen

Eine große Hochzeit umfasst in der Regel die Trauungszeremonie, einen Sektempfang, eine Feier mit ausgiebigem Menü und oft einen Tanzabend als würdigen Abschluss. Für die Braut bedeutet dies, bereits früh am Morgen auf den Beinen sein und einen langen Tag durchstehen zu müssen. Schwangere Frauen sollten immer darauf achten, sich körperlich nicht zu überanstrengen. Deshalb ist es sinnvoll, für die Hochzeit Örtlichkeiten zu wählen, die nahe beieinander liegen und bequem erreicht werden können. Um langes Stehen zu vermeiden, kann das Brautpaar den Sektempfang ausfallen lassen und in die eigentliche Feier integrieren. Es kann auch entlasten, nur die standesamtliche Trauung zu feiern und die kirchliche Hochzeit nach der Geburt des Babys nachzuholen.

Schwanger Heiraten

Schwanger Heiraten ©iStockphoto/GoodLifeStudio

Junggesellinnenabschied light

Junggesellinnenabschiede werden in der Regel ausgelassen gefeiert, dauern bis in die frühen Morgenstunden und werden mit reichlich Alkohol begossen. Eine schwangere Braut kann eine solche Veranstaltung natürlich nicht mitmachen. Dies bedeutet aber keineswegs, dass der Abschied vom Junggesellinnendasein nicht trotzdem würdevoll gefeiert werden könnte. Als Alternative zu Party und wildem Nachtleben kann eine schwangere Braut mit ihren besten Freundinnen und weiblichen Verwandten einen Wellness-Tag in einem erstklassigen Hotel verbringen und sich im Kreise ihrer Liebsten so richtig verwöhnen lassen. Die Entspannung tut dem Körper und damit auch dem Baby gut, und die Beauty-Behandlungen und Massagen lassen die Braut an ihrem Hochzeitstag so richtig strahlen.

Das passende Kleid für den Babybauch

Natürlich möchte auch eine schwangere Braut am schönsten Tag ihres Lebens atemberaubend aussehen und modisch im Mittelpunkt der Hochzeitsgesellschaft stehen. Viele Frauen meinen, dass eine Schwangerschaft die Wahl eines geeigneten Outfits für die Hochzeit erheblich einschränkt. Da es heutzutage jedoch nicht ungewöhnlich ist, mit Babybauch zu heiraten, bietet der Fachhandel eine mit jedem Jahr wachsende Auswahl an Umstands-Brautmoden an, die gewöhnlichen Hochzeitskleidern in Stil, Verarbeitung und Optik in nichts nachstehen. Es lohnt sich, gut sortierte Brautausstatter nach Umstandskleidern zu durchstöbern. Solche Modelle können auch oft ausgeliehen werden, was das ohnehin durch die vielen Baby-Anschaffungen strapazierte Budget schont. Alternativ finden schwangere Bräute inzwischen auch zunehmend im Internet Händler, die Brautumstandskleider anbieten. Ab etwa der 16. Schwangerschaftswoche beginnt der Babybauch allmählich, in schnellem Tempo an Umfang zuzulegen, was beim Kauf des Brautoutfits bedacht werden muss. Das Kleid sollte daher so kurz wie möglich vor dem eigentlichen Termin der Hochzeit gekauft werden.

Brautkleider für schwangere Frauen besitzen an bestimmten Stellen Abnäher, die für eine der Figur schmeichelnde Silhouette sorgen. Verspielte Applikationen mit Perlen, Pailletten oder Strasssteinen und andere Details wie beispielsweise Taillenbänder aus Samt oder Satin sind dezente Hingucker, die ein wenig vom kugelrunden Bauch ablenken und für ein natürliches und mädchenhaftes Erscheinungsbild sorgen. Grundsätzlich gilt, dass schwangeren Frauen schlichte Kleider aus kostbaren fließenden Materialien am besten stehen. Besonders gut eignen sich Modelle im sogenannten Empire-Stil, deren hohe Taillennaht sich direkt unter der Brust befindet. Daran wird ein langer, weit geschnittener Rock angesetzt, der auch einem großen Babybauch genügend Platz bietet und die Trägerin nicht beengt. Durch die hochgesetzte Taille sorgen Empire-Kleider trotzdem für eine ansprechende und schmale Silhouette. Darüber hinaus wird der durch die Schwangerschaft beneidenswerte Busen durch den bei Empire-Kleidern üblichen runden Ausschnitt auf dezente Weise betont. Wenn es zu später Stunde kühler wird, kann ein Bolero oder taillenkurzes Jäckchen stilgerecht zum Empire-Kleid getragen werden.

Make-up und Frisuren für schwangere Bräute

Die Beschaffenheit der Haut, insbesondere der Gesichtshaut ändert sich während der Schwangerschaft durch die hormonellen Umstellungen des Körpers. Viele Frauen freuen sich über eine strahlende, gut durchblutetete und straffe Haut, andere wiederum klagen über Pickel, Mitesser und einen fettigen Teint. Wenn sich die Schwangerschaft negativ auf das Hautbild auswirkt, sollten spezielle Pflegeprodukte in den Wochen vor der Hochzeit angewendet werden, um den Teint zu mattieren und ihm den Glanz zu nehmen. Es zahlt sich aus, für die Hochzeit in den Service einer guten Visagistin zu investieren, die durch professionelles Make-up Unebenheiten kaschieren und den Teint ins rechte Licht rücken kann. Grundsätzlich stehen schwangeren Frauen helle Farben und ein dezentes Make-Up am besten. Schimmernder Lidschatten, ein zarter Lidstrich, leicht mit Mascara betonte Wimpern und ein helles Lipgloss sorgen für mädchenhafte Eleganz. Die Wahl des Make-ups sollte jedoch immer auch typgerecht getroffen und an den individuellen Geschmack angepasst werden.

Die richtige Frisur schafft eine harmonische Silhouette und lenkt optisch vom runden Bauch ab. Der Hals sollte grundsätzlich frei bleiben, denn lange Haare sorgen zusammen mit dem Babybauch für eine gedrungene Körperform. Mit einer dezenten Hochsteckfrisur hingegen wirkt die Gestalt gut proportioniert und der Körper wird optisch etwas gestreckt.

Entgegen der Annahme, dass auffälliger Schmuck den Babybauch kaschiert, überladen üppige Accessoires den Körper einer schwangeren Frau unnötig und lassen sie dadurch runder wirken als sie ist. Daher sollte für das Hochzeitsoutfit zarter Schmuck gewählt werden, der sich gut in den mädchenhaften Look einfügt. Der Schleier aus fließendem Stoff oder feinem Tüll kann durchaus lang sein und wirkt besonders duftig, wenn er im Haar mit kleinen Blüten befestigt wird. Wer es schlichter mag, dem stehen auch Haarreifen oder Bänder zur Verfügung, die in die hochgesteckten oder kurzen Haare eingearbeitet werden können.

Modische Accessoires zum Wohlfühlen

Auch wenn High Heels zur Grundausstattung vieler Bräute gehören und Frauen optisch strecken und schlanker machen, sollten Schwangere lieber zu flachen Schuhen greifen. Hohe Pumps sind nicht nur unbequem, wenn sie stundenlang getragen werden, sie erhöhen beim Tanz auch das Risiko, zu stürzen, was Schwangere unbedingt vermeiden sollten. Die Füße neigen gerade in der Schwangerschaft dazu, bei langer Belastung schnell anzuschwellen. Enge Modelle und auch Riemchenpumps sollten daher nicht in die engere Wahl fallen. Es empfiehlt sich, in hochwertige Modelle, die etwas teurer sind, zu investieren, um den langen Tag ohne Schmerzen in Füßen und Beinen zu überstehen. Flache Modelle wie beispielsweise hübsche Ballerinas sind ebenso elegant und trendig wie High Heels, gewährleisten jedoch, dass die schwangere Braut auch zu später Stunde noch das eine oder andere Tänzchen problemlos wagen kann.

Stützstrümpfe sorgen dafür, dass die Beine nicht anschwellen und bis zum Ende der Feier ohne Schmerzen durchhalten. Sie sind entgegen ihres schlechten Rufs längst nicht mehr nur in altmodischen Farben und unattraktiven Materialien erhältlich, sondern werden auch als modische und halterlose Modelle mit hübscher Spitzenverzierung angeboten, die sich optisch von edlen Strümpfen kaum unterscheiden. Ein spezieller Schwangerschaftsslip stützt den Rumpf zusätzlich und schont daher bei Phasen langen Stehens und beim Tanzen den Rücken. Auch der wachsende Busen braucht in der Schwangerschaft zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Investition in einen gut sitzenden und hochwertig verarbeiteten BH, der das atemberaubende Schwangerschaftsdekolleté unter dem Kleid gekonnt in Szene setzt, zahlt sich daher aus. Sorgfältig gewählte Accessoires garantieren einen stilvollen Auftritt und sorgen trotzdem dafür, dass sich die schwangere Braut an ihrem besonderen Tag rundum wohlfühlt.