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Haarentfernung

Haare sind in Bezug auf die Körperpflege und Ästhetik ein heiß diskutiertes Thema: Während manche Haare am eigenen Körper als schön empfunden werden, müssen andere möglichst schnell und gründlich weichen. Das Haupthaar, die Augenbrauen, die Wimpern und bei Männern oft durchaus auch ein gepflegter Bart sind gern gesehen. Mit Haaren unter den Armen, an den Beinen, auf der Brust, am Rücken und an anderen Stellen möchte hingegen kaum jemand etwas zu tun haben. Auch wenn diese Differenzierung nicht immer unbedingt logisch sein mag, hat sie sich in unserer heutigen Welt, die der Mode einen wichtigen Stellenwert einräumt, doch schon sehr fest verankert.

So beißen zahlreiche Frauen – und auch immer mehr Männer – täglich in den sauern Apfel und greifen zum Rasierer, Epiliergerät oder zu sonstigen Haarentfernungshilfen. Dabei stellen sich natürlich viele Fragen. Oder wissen Sie auf Anhieb, welche Methode der Haarentfernung am gründlichsten, am unkompliziertesten oder am kostengünstigsten ist? Auf Fragen dieser Art und auf zahlreiche weitere möchten wir im Folgenden eingehen. Dabei werden wir auf die Haarentfernung bei Männern und bei Frauen, auf die unterschiedlichen Methoden der Haarentfernung und auf Spezialfälle bei der Haarentfernung Bezug nehmen.

Haarentfernung bei Männern

Jahrhunderte lang dachte man bei dem Wort „Rasur“ bzw. „Haarentfernung“ zunächst einmal an die Herren der Schöpfung. Diese haben nicht nur seit jeher eine stärker ausgeprägte Körperbehaarung als Frauen, sondern auch eine ganz besondere Körperbehaarung, die sie von Frauen unterscheidet: Ihnen wachsen in unterschiedlich starker Ausprägung auch Haare im Gesicht, genauer gesagt um die Lippen herum, am Kinn bis hoch zu den Wangen. Bärte waren in den unterschiedlichen historischen Epochen zwar oft und in unterschiedlichster Form und Gestalt gern gesehen, dennoch stutzen, kürzen und entfernen Männer ihren Bart bereits seit Jahrhunderten.

Haarentfernung

Haarentfernung ©iStockphoto/samotrebizan

Allerdings macht neuerdings auch eine moderne Entwicklung nicht mehr vor dem starken Geschlecht halt: Auch sie unterwerfen sich zunehmend dem Trend zur glatten, haarlosen Haut. So entfernen sich zahlreiche, modebewusste Männer immer wieder aufs Neue Haare, die ihnen auf der Brust, am Rücken, unter den Armen oder gar an den Beinen wachsen. Nicht alle Frauen sind von diesem Trend angetan, steht beispielsweise eine behaarte Brust doch seit jeher für Männlichkeit. Dennoch kann man wohl nicht leugnen, dass sich immer mehr Männer darüber Gedanken machen, wie sie der aktuellen Mode entsprechen können.

Ihnen stehen dabei im Grunde die gleichen Methoden der Haarentfernung zur Verfügung wie den Damen. Welche Möglichkeiten sich hier anbieten, können Sie in unseren Menüpunkten „Methoden der Haarentfernung“ erfahren – selbstverständlich erfahren Sie hier auch mehr über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Möglichkeiten.

Haarentfernung bei Frauen

Die Zeiten, in denen bei Frauen noch alles so wachsen und sprießen durfte, wie es wollte, sind längst vorbei. Zunächst waren es nur die Achselhaare und die Haare an den Beinen, die der Schönheit zuliebe dran glauben mussten. Heute möchte manche Frau am liebsten gar keine Körperhaare mehr an sich sehen – einmal abgesehen natürlich vom möglichst schönen und gepflegten Haupthaar sowie von den wohlgezupften Augenbrauen und den schwungvollen Wimpern. Eine solche rigorose Einstellung zum Thema Körperbehaarung geht natürlich mit einer Menge an Arbeit einher. Ob es wirklich diese absolute Lösung sein muss oder ob die Rasur von Achsel- und Beinhaaren sowie die Rasur der Bikini-Zone ausreicht, liegt im Auge des Betrachters.

Sicher ist hingegen jedoch eines: Besonders belastend für Frauen ist es, wenn sich um die Lippen herum oder am Kinn ein mehr oder weniger leichter Flaum andeutet. Zwar gibt es wohl kaum Frauen, die mit einem männlichen Bartwuchs mithalten können, dennoch sind bei manch einer Frau Härchen in dieser Region durchaus erkennbar. Der sogenannte Damenbart wird in aller Regel als unschön empfunden – wird ein Wuchs von Haaren in dieser Region doch stets mit Männlichkeit in Zusammenhang gebracht. Nur verständlich, wenn frau angesichts eines solchen Problems dringend eine Lösung sucht. Wie eine solche aussehen kann, erfahren Sie in unserem Menüpunkt „Spezialfälle der Haarentfernung“.

Epilation oder Depilation?

Bevor wir im Detail auf die unterschiedlichen Methoden der Haarentfernung eingehen, gilt es zunächst einmal einen grundsätzlichen Unterschied zu erläutern: Den Unterschied zwischen Epilation und Depilation. Noch nie gehört? Macht nichts – beide Begriffe lassen sich einfach und schnell erklären. Spricht man in Sachen Haarentfernung von einer Depilation wird darauf angespielt, dass von den zu entfernenden Haaren lediglich der Teil entfernt wird, den wir sehen können. Die normale – trockene oder nasse – Rasur ist ein gutes Beispiel für eine Depilation. Hier schneiden wir das Haar an oder knapp oberhalb der Hautoberfläche ab. Da Haare allerdings nicht nur aus einem sichtbaren und spürbaren Teil bestehen, sondern auch aus einem, der unter der Haut verborgen ist, bleibt ein Teil des Haares erhalten. Hier lässt sich auch schon schnell ein Nachteil aller Depilationsverfahren erkennen: Das Haar wird nicht mitsamt seiner Wurzel entfernt und kann somit sehr schnell wieder nachwachsen.

Bei der Epilation hingegen sollen länger anhaltende oder gar dauerhaft währende Ergebnisse erreicht werden. Beispiele für Epilationsverfahren sind etwa die Verwendung von Wachsen, der Einsatz von Epiliergeräten oder die Verödung von Haarwurzeln mittels Lasertechnik. Der große Vorteil der Epilation liegt auf der Hand: Anwender und Anwenderinnen dieser Methoden haben zumeist eine Zeitlang Ruhe vor weiterer Haarentfernung – bei der Lasertechnik und anderen Verfahren können nach einigen Behandlungen mitunter gar dauerhafte Ergebnisse erzielt werden. Dennoch lassen sich auch klare Nachteile der Epilationsverfahren ausmachen: Sie sind nicht selten – so etwa beim Wachsen oder bei der Verwendung eines Epiliergeräts – mit mehr oder weniger starken Schmerzen verbunden. Hinzu kommt, dass Epilationsverfahren oft – insbesondere wenn man solche wählt, die einen lang anhaltenden Erfolg garantieren sollen – mit einigen Kosten verbunden sind.

Methoden der Haarentfernung

Unliebsame Haare kann man auf die unterschiedlichste Art und Weise entfernen. Bei der Wahl der passenden Methode sollten allerdings immer ein paar Punkte berücksichtigt werden. So hat insbesondere die Stelle, an der die Haare entfernt werden sollen, Einfluss darauf, welche Methode in Frage kommt – manche Körperpartien sind empfindlicher als andere, so dass sich hier schmerzhaftere Methoden wie das Wachsen mitunter weniger empfehlen. Auch darf nicht vernachlässigt werden, dass der Aufwand und die Kosten von Methode zu Methode schwanken. Wie viel Geduld, Zeit und Geld der Anwender dabei in eine gründliche Haarentfernung investieren möchte, liegt selbstverständlich in seiner eigenen Hand.

Nun aber zu den einzelnen Methoden, die sich in punkto Haarentfernung anbieten. Genauer vorstellen möchten wir Ihnen im Folgenden diese Methoden der Haarentfernung: Die Nass- und die Trockenrasur, die Verwendung von Enthaarungscremes etc. sowie die Verwendung von Wachs, Epiliergeräten und Lasertechnik.

Vorab sei schon einmal angemerkt: Alle Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Die eine perfekte Lösung, die für alle Personen und für jeden Fall das Beste verspricht, gibt es auch in diesem Bereich nicht. Nicht ausgeschlossen ist es daher auch, dass man die unterschiedlichen Methoden – je nach Körperpartie – miteinander kombiniert.

Haarentfernung durch Rasur

Die Rasur ist die klassischste Methode der Haarentfernung überhaupt: Sie weist eine sehr, sehr lange Geschichte auf. Wer dabei denkt, alles hätte mit dem guten, alten Klappmesser aus Opas Zeiten begonnen, der täuscht sich gewaltig. Die Rasur ist wirklich uralt – zum Einsatz kamen in grauer Vorzeit als Rasierklingen beispielsweise Muschelschalen, die durch ihren besonderen Schliff Haare mehr oder weniger gut und gründlich abtrennen konnten.

Heute unterscheidet man zwischen der Nass- und der Trockenrasur. Nassrasuren können entweder mit Rasierern oder aber – ganz klassisch – mit Rasiermessern durchgeführt werden. Letztere sind allerdings zunehmend aus der Mode gekommen, obwohl nur sie – wie viele Anwender beschwören – eine wirklich gründliche Rasur zulassen würden. Ihre Beliebtheit hat aber wohl vor allem deshalb nachgelassen, da sich der ungeübte Laie mit den Messern schnell verletzten kann. Bei einer Nassrasur wird in aller Regel Rasierschaum verwendet. Dieser sieht mitunter nicht nur lustig aus, sondern soll helfen, die Haare und die Haut auf die Rasur vorzubereiten, um so ein besseres Ergebnis erzielen zu können. Wer sich für die Nassrasur begeistern kann, kann auch mal Einwegrasierer ausprobieren – hier ist der Name allerdings wirklich Programm: Die Klinge solcher Rasierer ist nach einmaliger Nutzung in aller Regel nicht mehr leistungsfähig. Sollen größere Körperpartien wie die Beine enthaart werden, müssen – je nach Güte der Einwegrasierer – auch schon einmal mehrere Rasierer herhalten.

Klar, die Nassrasur ist – gerade bei der Rasur des männlichen Bartes – der Klassiker schlechthin. Es besteht aber natürlich auch die Möglichkeit, Elektrorasierer einzusetzen. Männer können sich mit diesen praktischen Helfern ihre Gesichts- und Nackenbehaarung entfernen, Frauen beispielsweise ihre Beinbehaarung. Ein wenig störend kann bei Elektrorasierern der Lärm sein, den sie verursachen. Ebenso negativ ist die Tatsache, dass gerade bei sehr starkem Haarwuchs nicht selten weniger gründliche Ergebnisse erzielt werden als bei der Nassrasur. Außerdem ist man natürlich immer auf einen Stromanschluss angewiesen – es sei denn, man verwendet einen praktischen Akkurasierer.

Haarentfernung durch Creme, Schaum & Co.

Auf den Markt befinden sich zahlreiche Cremes und Schäume, die uns ebenfalls in Sachen Haarentfernung eine Hilfestellung sein möchten. Die Anwendung ist dabei zwar nicht unbedingt zeitsparend, dafür aber denkbar einfach: Die Cremes werden einfach auf die Hautpartien, die enthaart werden sollen, aufgetragen. An ihrem Bestimmungsort müssen die Cremes oder Schäume eine zeitlang einwirken, was ein wenig störend sein kann, kann man sich mit der Creme versehen doch schlecht normal bewegen. Warten ist also angesagt. Ist die Einwirkzeit, die auf dem jeweiligen Produkt angegeben ist, erreicht, muss die Creme in einem zweiten Schritt wieder entfernt werden. Damit hierbei auch gleich die unliebsamen Haare mit entfernt werden, wird die Creme in aller Regel mit einer Art Spachtel abgeschabt. In einem dritten Schritt muss nun die Haut von den Rückständen der Creme oder des Schaums gründlich gereinigt werden. Alles in allem muss man für die Verwendung von Enthaarungscremes also etwas mehr Zeit einplanen als für das einfache Rasieren. Der Vorteil von Enthaarungscremes und -schäumen ist allerdings – wenn man sie mit anderen Methoden wie dem Epilieren oder dem Wachsen vergleicht – dass die Haarentfernung wie beim Rasieren auch schmerzlos abläuft.

Dennoch: Wer nun denkt, dass die Verwendung von Enthaarungscremes und -schäumen eine optimale Lösung ist, muss unter Umständen enttäuscht werden. Die Cremes funktionieren selbstverständlich nur mit aggressiven chemischen Stoffen. Und solche können bei empfindlicher Haut Probleme verursachen. Aus diesem Grunde sollten alle, die einmal Enthaarungscremes & Co. ausprobieren möchten, diese erst an einer kleinen Hautstelle testen. Zeigen sich hier keine unschönen Hautreaktionen und kein Juckreiz, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Creme oder der Schaum auch an anderen Stellen ohne Probleme verwendet werden kann. Aber Vorsicht: Bereiche wie das Gesicht und auch der Intimbereich sind häufig sehr empfindlich, sodass man hier besser auf einen Einsatz verzichten sollte, wenn es sich nicht um Cremes handelt, die extra für diese Einsatzgebiete entwickelt wurden.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der bei Enthaarungscremes und Co. als Nachteil empfunden werden kann: Das Argument, dass die unterschiedlichen Enthaarungscremes nicht sonderlich gut riechen, ist heute zwar nicht mehr ganz so bedeutend wie früher. Dennoch lässt sich nicht bestreiten, dass manche Cremes auch heute noch recht gewöhnungsbedürftig riechen. Geschuldet ist dieser Geruch ebenfalls dem Einsatz chemischer Substanzen, welche die Haare zersetzen.

Haarentfernung durch Wachs

Mit dem Wachs ist das so eine Sache: Manche Frauen schwören auf diese Methode der Haarentfernung, andere wiederum gruseln sich schon alleine bei dem Gedanken an diese Methode. Der Grund für das Gruselempfinden der letzteren Gruppe wird schnell ersichtlich, wenn man sich die Haarentfernungsmethode mittels Wachs einmal genauer ansieht. Egal ob es sich um die Haarentfernung mit Kalt- oder mit Warmwachs handelt: Die Haare werden bei beiden Varianten von einer Wachsschicht umschlossen. Um die Haare nun aber auch wirklich los zu werden, muss man schon etwas Mut mitbringen: Die Streifen müssen nämlich nun in einem zweiten Schritt mit Schwung von der Haut gerissen werden. Fehlt der notwenige Schwung, können mitunter nicht alle Haare entfernt werden oder es kann passieren, dass Wachsreste an der Haut kleben bleiben.

Ob das Abreißen der Wachsstreifen dabei als richtig schmerzhaft oder nur als etwas unangenehm empfunden wird, hängt wohl auch von der Schmerzsensibilität des einzelnen Anwenders ab. Sicherlich gibt es auch Körperregionen, bei denen das Wachsen weniger mit Unannehmlichkeiten verbunden ist als bei anderen. Beine sind dabei wohl eher als unempfindliche Regionen einzuschätzen, während die Bikini-Zone sowie der Bereich unter den Armen doch wohl eher als sensibel zu bezeichnen wären. Natürlich kann aber auch hier Wachs zum Einsatz kommen. Auch Männer vertrauen immer häufiger auf Wachs – beispielsweise wenn es um die Enthaarung des Rückens geht.

Wer sich für das Wachsen entschlossen hat, wird zumindest etwas für seinen Mut belohnt: Die Haare sind erst einmal weg und kommen so schnell auch nicht wieder. Ein paar Wochen lang muss man sich also nicht weiteren Haarentfernungsprozeduren unterziehen. Wenn die Haare allerdings erst einmal wieder sprießen, muss man diese zunächst etwas wachsen lassen, um sie wiederum mit Wachs entfernen zu können. Das Wachs benötigt schließlich eine Angriffsfläche, um die es sich schließen kann.

Die Kosten für die Haarentfernung mit Wachs liegen verglichen mit anderen Methoden wohl im Mittelfeld: Die Wachsstreifen sind zwar nicht so billig wie Einwegnassrasierer, dafür aber natürlich auch nicht so teuer wie eine aufwändige Laserbehandlung. Die Kosten für die Haarentfernung per Wachs halten sich auch deshalb in Grenzen, da es wie gesagt lediglich in größeren Intervallen angewendet werden muss, um eine glatte Haut zu behalten. Nicht zu empfehlen ist die Haarentfernung mittels Wachsstreifen allerdings für Personen, die eine sehr sensible oder gar kranke Haut haben. Für solche Fälle ist diese Methode, wie geschildert, einfach zu grob.

Haarentfernung durch Epilatoren

Epiliergeräte werden von zahlreichen Herstellern in verschiedensten Varianten am Markt angeboten. Auch diese Epilatoren sollen uns in Sachen Haarentfernung das Leben leichter machen. Der wichtigste Unterschied zwischen einem Rasierer und einem Epiliergerät ist dabei, dass letzteres die Haare ausreißt und nicht abschneidet. Ein Epiliergerät hat also im Grunde mehr Ähnlichkeit mit der Wachsmethode als mit der Rasur – auch wenn sich Elektrorasierer und Epiliergerät von Außen ähnlich sehen.

An diesem Punkt wird unmittelbar sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil von Epiliergeräten erkennbar. Der Vorteil ist, dass durch die Entfernung des gesamten Haares, länger mit einer glatten Haut gerechnet werden kann als bei einer Rasur. Die Haare wachsen nach dem Epilieren langsamer und schwächer nach. Andererseits ist das Ausreißen der Haare natürlich eine recht grobe Methode, die ähnlich wie beim Wachsen mit Schmerzen verbunden sein kann.

„Wer schön sein will, muss leiden“ scheint also auch bei der Haarentfernung durch ein elektrisches Epiliergerät das Motto zu sein. Bei sehr empfindlicher Haut kann das schnell zu einem Problem werden – Pickelchen können entstehen und Beine & Co. auf diese Weise verunzieren. Aus diesem Grund sollte man, bevor man beispielsweise die gesamten Beine mit einem Epiliergerät enthaart, die Verträglichkeit dieser Methode an einer kleinen Hautpartie testen. Leichte Rötungen sind, wenn man noch nicht an die Methode gewöhnt ist, allerdings wohl eher die Regel als die Ausnahme. Nach dem Epilieren empfiehlt sich die Verwendung einer Creme, die der beanspruchten Haut Feuchtigkeit liefert und sie entspannt. Übrigens: Am besten klappt es mit dem Epilieren, wenn die zu entfernenden Haare nicht zu lang sind. Sie können dann besser von dem Epilierer aufgenommen und entfernt werden.

Wenn man den Preis von Epiliergeräten betrachtet, muss man feststellen, dass man zunächst schon einen gewissen Betrag für den Schönheitshelfer ausgeben muss, zumal wenn das Gerät mit einigen Extras daher kommen soll. Diese Kosten können sich – wenn man das Epiliergerät aber tatsächlich über einen längeren Zeitraum nutzt – wieder ausgleichen. Schließlich fallen für andere Methoden – wie etwa für die Nutzung von Enthaarungscremes, Rasierern oder Wachsstreifen – regelmäßig Kosten an.

Epiliergeräte können überall dort genutzt werden, wo eine Stromquelle zur Verfügung steht. Wer lieber etwas flexibler sein möchte, sollte sich für ein Epiliergerät entscheiden, dass neben dem Netzbetrieb auch die Option bietet, mit einem Akku betrieben werden zu können. Auch sollte man darüber nachdenken, ob man lieber ein Epiliergerät haben möchte, dass sowohl für den trockenen als auch für den nassen Gebrauch zugelassen ist oder eines, welches nur auf trockener Haut angewendet werden darf. Je nach individuellem Empfinden kann eine Nassepilation angenehmer sein, da die Haut hierbei mitunter weniger beansprucht wird.

Haarentfernung durch Laser

Alle Methoden der Haarentfernung, auf die wir zuvor eingegangen sind, können nur zeitlich begrenzte Erfolge versprechen. Klar, der Zeitraum, in dem der Erfolg anhält, variiert auch hier: So sorgt das Epilieren und Wachsen länger für eine glatte Haut als das Rasieren oder die Verwendung von Enthaarungscremes. Dennoch, irgendwann kommt die Zeit und die Haarentfernung muss von Neuem durchgeführt werden. Kein Wunder also, dass sich bei manch einem eine regelrechte Haarentfernungsmüdigkeit einstellt: Immer wieder die gleiche – mitunter sogar unangenehme – Prozedur. Aus diesem Grund sind viele Personen schon seit Langem auf der Suche nach einer Haarentfernungsmethode, die möglichst einen ewig anhaltenden Erfolg garantieren soll.

Als eine solche Methode wird nicht selten die Haarentfernung mittels Lasertechnik dargestellt. Zu der Frage, ob diese Methode tatsächlich ihre Versprechen halten kann, später mehr. Zunächst wollen wir uns einmal der Frage widmen, wie die Haarentfernung per Lasertechnik überhaupt funktioniert.

Das Grundprinzip dieser Methode ist eigentlich leicht erklärt: Die Haarwurzel nimmt den Impuls des Lasers auf, wodurch sich Hitze entwickelt, welche wiederum dafür sorgt, dass das Haar von der Wurzel an verödet wird. Die Methode funktioniert am besten bei Haaren, die dunkel sind, da diese das Licht besser aufnehmen können. Bei manchen Haartypen können dementsprechend nicht unbedingt die erwünschten Erfolge erzielt werden. Übrigens: Ähnlich wie ein Enthaarungslaser funktioniert auch die sogenannte IPL-Technik. Auch hier wird Licht dazu verwendet, Haare zu veröden.

Egal ob man sich für eine klassische Laserbehandlung, eine IPL-Behandlung oder einer ähnlichen Variante entscheidet, anvertrauen sollte man sich bei all diesen Verfahren immer nur einem Experten. Der nicht sachgemäße Umgang mit Laser & Co. kann nämlich schnell zu unschönen Nebenwirkungen führen. Anzuraten ist auch, dass man sich vor einer Behandlung genauestens über die Verfahren beraten lässt.

Bedacht werden sollte auch, dass bei den Laser- und Lichtverfahren zur Haarentfernung zumeist mehrere Sitzungen von Nöten sind, um ein Ergebnis zu erzielen, das die Anwender dauerhaft überzeugen kann. Dieser Aspekt ist nicht nur aus zeitlichen Gründen relevant, sondern auch, weil durch mehrfache Anwendungen natürlich höhere Kosten anfallen. Generell sind die Kosten für die Haarentfernung per Laser nicht gerade gering. Man sollte sich schon gut überlegen, ob einem haarlose Beine oder andere haarlose Körperregionen so viel Geld wert sind – zumal es natürlich keine absolute Erfolgsgarantie gibt. Hier wären wir dann auch wieder bei der Frage angelangt, ob eine Laserbehandlung wirklich eine dauerhafte Haarentfernung leisten kann. Eindeutig beantworten kann man diese Frage nicht, da es bisher keine Langzeitstudien gibt. Auch sollte man nicht unbedingt davon ausgehen, dass sich mit mehreren Laserbehandlungen tatsächlich alle Haare für immer entfernen lassen: Die Erfolge sind individuell unterschiedlich.

Spezialfälle der Haarentfernung

Die meisten Frauen sind es gewohnt, mindesten die Haare unter den Achseln und an den Beinen zu entfernen. Jede Frau hat im Laufe ihres Lebens sicherlich bereits mehrere Methoden der Haarentfernung ausprobiert und eine oder auch mehrere Methoden gefunden, die ihr persönlich zusagen. Aber was ist, wenn nicht nur die üblichen Körperpartien von Haaren entfernt werden sollen, sondern beispielsweise auch Partien wie das Gesicht oder der Intimbereich?

Beide genannten Bereiche weisen eine Reihe von Besonderheiten auf, sodass die Frage nicht weit ist, auf welche Art und Weise man den unliebsamen Haaren an diesen Stellen am besten zu Leibe rücken kann. Allen voran muss bei beiden Bereichen bedacht werden, dass die Haut an diesen Körperpartien sehr empfindlich sein kann. Gerade wenn man zu unschönen Hautreaktionen neigt, sollte man also reizende Haarentfernungsmethoden meiden. Am Beispiel unseres Gesichtes kann man dies gut verdeutlichen. Der Gedanke, an dieser sensiblen Körperstelle Enthaarungscremes einzusetzen, liegt wahrscheinlich vielen Frauen nicht fern. Schließlich verspricht die Haarentfernung mit solchen Cremes einfach und schmerzlos zu sein. Hier ist allerdings zur Vorsicht geraten: Auf keinen Fall sollte man hier Enthaarungscremes verwenden, die eigentlich für die Enthaarung des Körpers bestimmt sind. Unsere Gesichtshaut hat andere Ansprüche und Cremes dieser Art können für sie zu strapazierend sein. Was Sie ansonsten noch in Bezug auf die beiden Spezialfälle Haarentfernung im Gesicht bei Frauen und im Intimbereich beachten sollten, haben wir für Sie in den folgenden beiden Menüpunkten zusammengefasst.

Spezialfall Gesicht

Die Haarentfernung im Gesicht ist für Männer mit Sicherheit kein Spezialfall – sie sind es seit ihrer Pubertät gewöhnt, durch Rasur einen Bart zu vermeiden oder aber durch gezielte Pflege einen vorhandenen Bart in Form zu halten. Ein echtes Spezialgebiet ist allerdings die Haarentfernung im Gesicht bei Frauen: Nicht nur dass ihre Gesichtshaut in der Regel keine Haarentfernung gewohnt ist. Sprießen bei Frauen Haare rund um den Mund oder gar am Kinn, ist der Kummer meist nicht fern, gelten solche Haare doch seit jeher als Symbol für Männlichkeit.

Aber auch in diesem Bereich ist Rettung in Sicht: Entfernen lassen sich die unschönen Haare dabei auf unterschiedlichste Art und Weise. Wer das Geld und die Zeit hat, kann sich auch hier für eine Laserbehandlung entscheiden. Kostengünstiger ist aber in jedem Fall, wenn man den Härchen mit der Pinzette oder speziellen kleinen Wachsstreifen zu Leibe rückt. Doch gilt hier natürlich auch das, was bei der Körperenthaarung mit Wachs, Epiliergeräten, etc. gilt: Das Ergebnis ist nicht von Dauer, sodass man immer wieder Hand anlegen muss. Hinzu kommt, dass gerade das Wachsen auf der empfindlichen Gesichtshaut alles andere als angenehm ist. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass die sehr sensible Haut um die Lippen nicht beeinträchtigt wird. Besser als Rasieren ist das Zupfen und Wachsen hinsichtlich seiner Wirksamkeit allerdings allemal: Das Ergebnis hält länger und die Haare wachsen in aller Regel weicher nach.

Neben der Entfernung gibt es aber auch noch eine ganz andere Strategie, wenn es um unerwünschten Haarwuchs im Gesicht geht: Das Vertuschen. Hier eignen sich Cremes zur Blondierung bestens. Sie hellen die unerwünschten Härchen auf, sodass diese nicht mehr so stark auffallen wie zuvor. Natürlich muss aber auch diese Prozedur von Zeit zu Zeit wiederholt werden, damit das Ergebnis so bleibt, wie man es sich erwünscht. Und auch diese Cremes können bei manchen Anwenderinnen Hautirritationen verursachen.

Übrigens: Nicht nur an Oberlippe und Kinn muss bei manch einer Frau Hand angelegt werden, auch die Augenbrauen müssen bei fast allen Frauen in Form gehalten werden. Dies geht natürlich am allerbesten mit einer Pinzette oder mit einem Faden, der in schnellen Bewegungen um die einzelnen Härchen geschlungen wird. Vermeiden sollte man unbedingt, Augenbrauen partiell zu rasieren – dies führt nicht zu dem gewünschten Ergebnis und sieht insbesondere, wenn die Haare wieder nachwachsen unschön aus. Gezupfte Haare hingegen wachsen weich und anfangs unauffälliger nach.

Spezialfall Intimbereich

Ein weiterer Spezialfall in Sachen Haarentfernung ist sicherlich der Intimbereich. Hier muss man zunächst einmal zwei Bereiche unterscheiden: Die Haarentfernung in der Bikini-Zone und die weitergehende Haarentfernung im eigentlichen Intimbereich.

Mit der Rasur der Bikini-Zone ist zumeist lediglich die Entfernung der Haare gemeint, die beim Tragen schmaler Bikini-Höschen noch zu sehen sein könnten. Spricht man hingen von einer Intimrasur geht es auch weiteren Haaren an den Kragen. Wie großzügig die Haarentfernung dabei ausfällt, ist abhängig vom Geschmack. Werden die Haare im Intimbereich komplett entfernt, spricht man häufig auch von einem Brazilian Waxing. Diese Bezeichnung beschreibt bereits, welche Methode bei dieser kompletten Haarentfernung oft zum Einsatz kommt: Die Haarentfernung mittels Wachs. Da gerade der Intimbereich natürlich sehr empfindlich sein kann, ist diese Methode sicherlich nicht als angenehm zu bezeichnen. Wer sich allerdings an Kosmetikerinnen wendet, die das Wachsen des Intimbereichs ausgezeichnet beherrschen, kann zumindest die Dauer der Prozedur erheblich senken, sodass man wenigstens nicht unnötig lange leiden muss.

Aufgrund der Schmerzlosigkeit ist die Rasur des Intimbereichs sicherlich noch weiter verbreitet als das Wachsen. Hier kann man allerdings nicht leugnen, dass das Rasieren auch im Intimbereich nicht immer das beste Resultat liefert: Das ein oder andere Haar bleibt nicht selten über, oft kommt es zu Hautreizungen und die abrasierten Haare wachsen zumeist sehr schnell wieder nach. Beim Wachsen hingegen dauert es, bis wieder Haare zu sehen sind. Hinzu kommt, dass diese dann zumeist auch zarter nachwachsen als ihre Vorgänger. Wer dennoch beim Rasieren bleiben möchte, sollte ein gutes Rasiergel verwenden und die Haut beim Rasieren spannen, damit sowohl weniger Hautirritationen auftreten als auch die Rasur gründlicher wird.

Enthaarungscremes im Intimbereich zu benutzen, ist nicht unbedingt empfehlenswert: Hier muss man dann schon recht vorsichtig mit den Cremes umgehen und zunächst testen, ob sie auch auf der zarten Haut des Intimbereichs vertragen werden. Am besten man liest den Beipackzettel, um zu erfahren, ob eine Anwendung im Intimbereich überhaupt in Frage kommt. Mitunter gibt es auch spezielle Enthaarungscremes für die Bikini-Zone. Aber auch diese Cremes und Schäume dürfen dabei nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommen. Darüber hinaus ist je nach Schmerztoleranz und Portemonnaie auch die Haarentfernung im Intimbereich mittels Epiliergerät oder Laser generell möglich.

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